Früher zu: Sperrstunden auf dem Karlsruher Weihnachtsmarkt

Foto: Stadt Karlsruhe

Das zweite Adventswochenende ist vorüber und viele genossen einen Besuch auf dem Karlsruher Weihnachtsmarkt. Doch dieser schloss zu früh.

In diesem Jahr steht alles unter dem Motto „Sparen“. So auch beim Karlsruher Weihnachtsmarkt. Um die Energiekosten zu reduzieren, wurden die Öffnungszeiten verkürzt. Viele Besucher empfinden die Sperrstunde jedoch als zu früh. Vor allem am Wochenende.

Zweifelhafte Maßnahmen

Die Stadt Karlsruhe will in der Energiekrise den Stromverbrauch senken. Deswegen schließen die Buden des Christkindlesmarkts in diesem Jahr eine Stunde früher. Bereits um 21 Uhr wird die letzte Runde eingeläutet. Viele Besucher sind deswegen enttäuscht.

Und auch die Marktbeschicker sind nicht begeistert. Sie halten die Maßnahmen der früheren Schließung für zweifelhaft. Denn sie glauben nicht, dass die vorgezogene Schließung des Weihnachtsmarktes viel einspart.

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Am Wochenende sollte man verlängern

Das finden sowohl die Besucher als auch die Budenbesitzer. Mindestens bis 22 Uhr sollte der Weihnachtsmarkt in Karlsruhe freitags und samstags geöffnet sein. Diese Meinung vertreten die meisten.

Für die Schausteller bedeutet die frühe Schließung einen deutlichen Verlust. Denn vor der Krise öffneten die Buden Donnerstag, Freitag und Samstag bis 22 Uhr. Das sind drei Stunden in der Woche. Bei einer Öffnung des Christkindlesmarkts von insgesamt vier Wochen fehlen somit insgesamt 12 Stunden. Das entspricht etwa einem ganzen Tag Vollbetrieb und dieser fehlt den Schaustellern in der Kasse. Nach den Coronaeinbußen in den vergangenen zwei Jahren ist das umso bitterer.

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Es gibt effektivere Maßnahmen

Das finden einige Marktbeschicker. Denn würde man den Schaustellern gestatten, jeden Tag zwei Stunden später zu öffnen und dafür eine Stunde zu verlängern, wäre das in jeder Hinsicht sinnvoller. Zum einen wäre die Energieersparnis höher und zum anderen der Umsatzverlust geringer. Denn am Vormittag ist der Kundenzuspruch in der Regel eher verhalten. Die Geräte laufen aber dennoch.

Zudem sparen die Schausteller schon lange. Die meisten haben schon vor Jahren ihre Beleuchtung an den Ständen mit LED-Lampen ausgestattet.