Fuß vom Gas nehmen: Blitzermarathon startet wieder in Karlsruhe

Ein Blitzer steht hinter einer Absperrung und macht ein Foto. Hier gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung, an die sich die Autofahrer halten müssen. Wenn der Blitzer fotografiert, gibt es ein Bußgeld und im schlimmsten Fall ein Fahrverbot.
Symbolbild © imago/Bihlmayerfotografie

Für Autofahrer wird es in Karlsruhe bald ernst. Am 13. April startet erneut der Blitzmarathon. In dieser Phase wird deutlich häufiger kontrolliert als sonst. Wer Strafen vermeiden will, nimmt am besten den Fuß vom Gaspedal.

Wer in diesen Tagen unterwegs ist, merkt schnell, dass die Polizei genauer hinschaut. Streifenwagen stehen an ungewohnten Stellen, mobile Messgeräte tauchen plötzlich auf und selbst vertraute Strecken fühlen sich anders an. Es heißt wieder Blitzermarathon in Karlsruhe.

Zu hohe Geschwindigkeit kann richtig teuer werden: Blitzermarathon in Karlsruhe

Die Behörden wollen damit nicht einfach nur Temposünder erwischen. Sie reagieren auf ein Problem, das sich jedes Jahr zeigt, sobald die Temperaturen steigen. Mehr Verkehr, mehr Ablenkung und oft auch mehr Geschwindigkeit führen zu einem höheren Unfallrisiko. Genau deshalb richtet sich der Fokus auf Bereiche, in denen es besonders schnell gefährlich wird. Dazu zählen Schulwege, Kreuzungen, viel befahrene Einfallstraßen und Strecken, auf denen es in der Vergangenheit häufiger zu Unfällen gekommen ist. Wer hier zu schnell fährt, riskiert nicht nur ein Bußgeld, sondern gefährdet sich und andere.

Viele Autofahrer unterschätzen, wie leicht sie im Alltag ein paar Stundenkilometer zu viel drauf haben. Gerade auf bekannten Strecken passiert das fast automatisch. Man fährt „wie immer“, achtet weniger auf den Tacho und übersieht dabei, dass sich die Tempolimits geändert haben oder dass man schlicht schneller unterwegs ist als erlaubt. Genau darauf setzen die Kontrollen. Es geht nicht um einzelne Extrem-Raser, sondern um die vielen kleinen Überschreitungen, die sich summieren.

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Mobile Kontrollen an versteckten Orten: Fahrverbote drohen

Wer während des Blitzmarathons unterwegs ist, sollte sich deshalb nicht auf sein Glück verlassen. Feste Blitzer sind weitestgehend bekannt, spielen bei solchen Aktionen jedoch nur eine Nebenrolle. Viel wichtiger sind die mobilen Kontrollen. Sie befinden sich oft dort, wo man sie nicht erwartet. Mal stehen sie hinter einer Kurve, mal am Straßenrand und mal in einem unscheinbaren Fahrzeug. Wer nur nach bekannten Stellen Ausschau hält, fährt schnell in die nächste Messung.

Am meisten lässt sich sparen, wenn man sein Fahrverhalten bewusst anpasst. Ein kurzer Blick auf den Tacho vor Ortseinfahrten, etwas mehr Aufmerksamkeit in 30er-Zonen und ein ruhiger Fuß auf langen Geraden können den Unterschied machen. Moderne Autos helfen zusätzlich, indem sie Tempolimits anzeigen oder warnen – doch letztendlich zählt die eigene Aufmerksamkeit.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Polizei Karlsruhe, ROADPOL)