
Es ist mehr als nur ein Ort zum Baden – für viele ist es ein Stück Heimat. Doch das Kult-Freibad in Karlsruhe gerät plötzlich ins Wanken.
Abkühlung, Begegnung, Kindheitserinnerungen: Das folgende Karlsruher Kult-Freibad steht vor ungewissen Zeiten – und viele wollen das nicht einfach hinnehmen.
Sparpläne bedrohen ein Freibad, das für viele zum Lebensgefühl dazugehört
Das Rheinstrandbad Rappenwört zählt für viele Karlsruher zu den schönsten Orten der Stadt – und steht nun plötzlich auf der Kippe. Im Zuge eines harten Sparkurses der Stadtverwaltung könnte das Kult-Freibad in Karlsruhe in den Sommersaisons 2026 und 2027 geschlossen bleiben. Dagegen regt sich massiver Widerstand: Eine Online-Petition zum Erhalt des Traditionsbades sammelte innerhalb kürzester Zeit tausende Unterschriften. Der Grund für die drohende Pause ist der enorme Spardruck im städtischen Haushalt.
Die Stadt Karlsruhe muss in den kommenden beiden Jahren jeweils 80 Millionen Euro einsparen. Die Bäderbetriebe wurden aufgefordert, jährlich 900.000 Euro beizutragen. Zur Diskussion stehen inzwischen höhere Eintrittspreise – oder der vorübergehende Verzicht auf ein Freibad. Besonders in den Fokus rückt dabei das Rheinstrandbad, das jährlich mit rund 1,4 Millionen Euro Verlust zu Buche schlägt. Gleichzeitig gilt es aber als eines der größten und auch schönsten Freibäder ganz Deutschlands.
Der Kampf um Karlsruhes grüne Oase am Wasser geht weiter
Die Unterstützer der Petition betonen: Das Karlsruher Kult-Freibad sei weit mehr als nur ein Ort zum Schwimmen – es sei ein Treffpunkt, eine Bewegungsfläche und auch Rückzugsort für sämtliche Generationen. Gerade in Zeiten zunehmender Hitzetage sei eine solche Einrichtung unverzichtbar.
Die Initiatoren fordern daher, andere Sparmöglichkeiten zu prüfen, denn sie sprechen von einem schweren Einschnitt in das gesellschaftliche und kulturelle Leben der Stadt. Noch ist keine finale Entscheidung gefallen, welches Bad im Zuge des Sparkurses geschlossen werden könnte. Laut Bäderbetrieben besteht grundsätzlich kein Interesse daran, ein Freibad aufzugeben. Doch ohne einschneidende Maßnahmen wird das vorgegebene Sparziel wohl kaum zu erreichen sein.
Der Karlsruher Gemeinderat will im Dezember entscheiden, wie es weitergeht. Bis dahin wird die Debatte um das Rheinstrandbad Rappenwört weiter an Fahrt aufnehmen – denn der Rückhalt in der Bevölkerung scheint groß.














