
Die deutsche Infrastruktur und Brandsicherung gelten allgemein als sehr sicher. Doch trotzdem passieren immer wieder Unfälle. Nun herrschte Gas-Alarm in Karlsruhe und die Einsatzkräfte entdeckten die Ursache dafür gerade noch rechtzeitig.
Ein ungewöhnlicher Geruch sorgt in einem Karlsruher Stadtteil für einen Feuerwehreinsatz. Erst später zeigt sich, was tatsächlich dahintersteckt. Der Gas-Alarm in Karlsruhe sorgte für viel Sorge, doch ein schrecklicher Brand konnte gerade noch so verhindert werden.
Feuerwehr findet Grund für mysteriösen Gasgeruch in Karlsruhe
Am Mittwoch, 16. September, melden Anwohner rund um die Käppelestraße einen intensiven, gasähnlichen Geruch. Gegen 10.15 Uhr rückt die Feuerwehr an. Auch ein Gas-Notdienst wird hinzugezogen. Zunächst spricht einiges für Flüssiggas. Solche Gase kommen beispielsweise in Gasflaschen für Grills zum Einsatz. Die Einsatzkräfte prüfen deshalb auch das Umfeld und kontrollieren unter anderem den nahe gelegenen Baumarkt. Dort fällt jedoch nichts auf. Mit Messgeräten durchsuchen die Einsatzkräfte den Bereich. Das Ergebnis überrascht: Es lässt sich keine gefährliche Gaskonzentration feststellen. Trotzdem bleibt die Ursache zunächst offen. Gegen 10.45 Uhr endet der Einsatz. Für Anwohner ist der Fall auch deshalb interessant, weil Gas selbst kaum riecht.
Wer tatsächlich Gas riecht, sollte den Geruch deshalb grundsätzlich ernst nehmen. Der DVGW empfiehlt, keine Flammen oder elektrischen Schalter zu benutzen, Fenster zu öffnen und das Gebäude zu verlassen. Telefonieren sollte man erst außerhalb des Hauses. Damit bleibt in der Oststadt zunächst nur die Frage nach der Quelle. Auch Gullys gelten zwischenzeitlich als mögliche Erklärung. Bestimmte Zersetzungsprozesse können unangenehme Gerüche erzeugen, die an Gas erinnern.
Des Rätsels Lösung und das Aufatmen danach
Am Donnerstag kommt dann endlich die entscheidende Information: In der Nähe der Käppelestraße wurde ein Ölabscheider abgepumpt. Darin befanden sich unter anderem stark ranzige Ölreste. Diese verursachten den auffälligen Geruch. Damit erklärt sich auch, weshalb die Messungen keinen Gasaustritt ergaben. Der Gestank war zwar intensiv, stellte aber keine Gasfreisetzung dar. Die zunächst rätselhafte Geruchsquelle lag stattdessen bei einer technischen Anlage in der Umgebung.
Der Einsatz zeigt zugleich, warum Feuerwehr und Gasdienst bei solchen Meldungen nicht einfach von einer harmlosen Ursache ausgehen können. Erst Messungen schaffen Sicherheit. Für Anwohner gilt deshalb weiterhin: Bei starkem Gasgeruch lieber einmal zu früh alarmieren als eine gefährliche Leckage zu übersehen. In der Karlsruher Oststadt endet der ungewöhnliche Fall damit weit unspektakulärer als zunächst vermutet. Hinter dem vermeintlichen Gasgeruch steckte schließlich kein Gasleck, sondern verdorbenes Öl aus einem abgepumpten Ölabscheider.
(Quellen: Feuerwehr Karlsruhe)














