Gefährliche Hornissen breiten sich aus – Karlsruher sollen handeln

Naturschützer und Forscher in Schutzanzügen auf einer Hebebühne. Während einer Person einen großen Plastiksack aufhält, versucht die andere Person ein sehr großes Insektennest darin zu verstauen.
Symbolbild © imago/ CTK Photo

Auch in der Region Karlsruhe wächst die Sorge um die gefährliche Hornisse immer weiter. Seit Jahren beobachten Naturschützer, Imker und engagierte Bürger, wie sich die invasive Art zunehmend ausbreitet. Nun ruft eine Bürgerinitiative die Bevölkerung aktiv zur Mithilfe auf. Denn genau jetzt ist eine entscheidende Phase im Kampf gegen die Tiere.

Hintergrund ist die außergewöhnlich schnelle Vermehrung der Asiatischen Hornisse. Experten gehen davon aus, dass sich die Population jedes Jahr massiv vergrößert. Besonders problematisch ist, dass die Tiere gezielt Honigbienen angreifen und ganze Bienenvölker schwächen können. Für Imker ist diese invasive Art deshalb längst zu einem ernsten Problem geworden.

Bürgerinitiative fordert auf: Alle Karlsruher sollen handeln

Die Karlsruher Bürgerinitiative möchte erreichen, dass möglichst viele Frühjahrsnester entdeckt werden, bevor diese im Sommer zu großen Hauptnestern werden. Gerade im Frühjahr bauen die Königinnen zunächst kleine, sogenannte Primärnester. Diese befinden sich oft an Dachvorsprüngen, Gartenhäusern, Carports oder in Hecken und sind vergleichsweise leicht zugänglich.

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Genau darin sehen die Initiatoren derzeit die größte Chance. Werden die kleinen Nester früh erkannt und entfernt, kann die weitere Ausbreitung deutlich verlangsamt werden. Später im Jahr entstehen dagegen große Hauptnester hoch in Bäumen. Diese sind deutlich schwieriger zu beseitigen und können mehrere tausend Tiere beherbergen.

Gefährliche Hornissen breiten sich aus – schnell handeln gegen Plage

Die Initiative ruft Bürger deshalb dazu auf, aufmerksam zu sein und mögliche Sichtungen zu melden. Gleichzeitig warnen Experten davor, die Nester eigenständig und unüberlegt zu entfernen. Die Tiere können aggressiv reagieren, wenn sie sich bedroht fühlen. Stattdessen sollten Funde dokumentiert und an zuständige Stellen oder Fachleute weitergegeben werden.

In Baden-Württemberg breitet sich die Asiatische Hornisse inzwischen in mehreren Regionen aus. Auch die Umweltbehörden beobachten die Entwicklung mit wachsender Sorge. Neben den Auswirkungen auf Bienen befürchten sie langfristig Folgen für das ökologische Gleichgewicht und die heimische Artenvielfalt.

(Quellen: Bürgerinitiative Karlsruhe, Stadt Karlsruhe, NABU, dpa)