
Die Asiatische Hornisse breitet sich in Karlsruhe weiter aus. Mit den steigenden Temperaturen beginnt nun eine besonders sensible Phase, in der die sogenannten Gründungsnester gebildet werden. Experten warnen, dass jetzt schnelles Handeln entscheidend ist.
Die ursprünglich aus Südostasien stammende Asiatische Hornisse konnte in Baden-Württemberg in den vergangenen Jahren zunehmend nachgewiesen werden. Auch in und um Karlsruhe häufen sich die Sichtungen. Im Gegensatz zur heimischen Europäischen Hornisse gilt die invasive Art als problematisch, da sie sich stark vermehrt und vor allem Honigbienen jagt.
Bedrohung: Asiatische Hornisse breitet sich in Karlsruhe aus
Für Imker bedeutet dies eine ernsthafte Bedrohung ihrer Bienenvölker. Ein einziges großes Nest kann Tausende Tiere beherbergen. Entsprechend groß ist die Belastung für die regionale Umwelt. Im Frühjahr bauen die überwinterten Jungköniginnen zunächst kleine, tennisballgroße Gründungsnester. Diese sind häufig gut sichtbar an Dachvorsprüngen, Gartenhäusern, Carports oder in Hecken zu finden. Diese frühen Nester sind deutlich leichter zu entfernen als die großen Hauptnester, die später im Sommer entstehen und oft hoch in Bäumen hängen. Sie sind nur mit Spezialausrüstung erreichbar.
Genau deshalb kommt der aktuellen Phase eine besondere Bedeutung zu. Wer jetzt aufmerksam ist und Funde meldet, kann dazu beitragen, die Entstehung größerer Populationen zu verhindern. Wichtig ist jedoch: Bürgerinnen und Bürger sollten die Nester nicht selbst entfernen. Die Asiatische Hornisse verteidigt ihr Nest nämlich bei Störungen sehr aggressiv. Die fachgerechte Beseitigung übernehmen Fachkräfte oder speziell geschulte Stellen. In Karlsruhe appellieren die Verantwortlichen daher an die Bevölkerung, mögliche Sichtungen zu dokumentieren und den zuständigen Behörden zu melden. Fotos helfen bei der eindeutigen Bestimmung, da eine Verwechslung mit der heimischen Hornissenart oder großen Wespenarten möglich ist.
Experten warnen Bevölkerung vor der Asiatischen Hornisse
Grundsätzlich stellt die Asiatische Hornisse für Menschen keine größere Gefahr dar als andere wehrhafte Insektenarten. Problematisch wird es vor allem in Nestnähe. Dennoch steht weniger die unmittelbare Gefahr für Passanten im Vordergrund als vielmehr der ökologische Schaden. Die Art gilt als invasiv und breitet sich in Süddeutschland zunehmend aus.
Die kommenden Wochen sind daher entscheidend. Je mehr Gründungsnester frühzeitig erkannt und fachgerecht entfernt werden, desto geringer fällt die Belastung im Sommer aus. Aufmerksamkeit in Gärten, auf Balkonen und an Gebäuden kann dabei einen wichtigen Beitrag leisten, um die Ausbreitung in Karlsruhe einzudämmen.
(Quellen: Stadt Karlsruhe, Gefahrenabwehr Deutschland, NABU)














