
Eine Stadt in der Nähe von Karlsruhe wendet sich nun gegen die Autofahrer. Sie will Tempo 20 einführen und damit alle Fahrzeuge ausbremsen. Das ist der Hintergrund.
Wenn Städte auf die Bremse treten, leiden meist die Autofahrer darunter. Wer in der Nähe von Karlsruhe nun zu schnell fährt, wird zur Kasse gebeten. Im schlimmsten Fall ist der Führerschein weg. Denn hier gilt bald Tempo 20.
Stadt bei Karlsruhe: Tempo 20 auf den Straßen
Diesmal geht es um die Gemeinde Pforzheim bei Karlsruhe. Die Zerrennerstraße in Pforzheim ist stark befahren. Die Stadt will nun mit mehr Begrünung und Aufhellungen die Lebensqualität vor Ort verbessern. Insbesondere der stark befahrene Bereich zwischen Leopoldstraße und Waisenhausplatz steht dabei im Fokus. Hier soll eine verkehrsberuhigte Zone entstehen. Das bedeutet für die Autofahrer, dass man hier in Zukunft nur noch zwanzig Kilometer pro Stunde fahren darf. Nur so kann man einen sicheren Übergang für Fußgänger gewährleisten.
Dadurch soll die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt deutlich gesteigert werden. Ebenso sollen auch der Einzelhandel und die Gastronomie davon profitieren, da die Menschen so zum Bummeln eingeladen werden. Der Stadt geht es vor allem um eine Entschleunigung des Straßenverkehrs. Außerdem soll eine neue ebenerdige Querung zwischen Waisenhausplatz und Marktplatz entstehen. Eine entsprechende Gemeinderatsvorlage soll bereits vorliegen. Am 23. Mai soll der Stadtrat darüber entscheiden.
Mehr Lebensqualität in der Innenstadt: Große Veränderungen und Tempo 20 für Autofahrer
Schließlich gehe der Wunsch nach Veränderung wohl von den Bewohnern und dem ansässigen Einzelhandel aus, so der Bürgermeister. In der Vergangenheit habe es immer wieder neue Anregungen gegeben. So habe man ein überzeugendes neues Konzept entwickelt. Die neue, gut sichtbare Querung soll die Fußgängerzone mit den kulturellen Angeboten der Stadt und dem Flussufer verbinden. Heute besteht in diesem Bereich noch eine Barriere, die bald schon der Vergangenheit angehören soll.
Weitere Planungen sehen Pflanztröge und neue Sitzelemente aus Holz vor. Außerdem sollen die Korten-Stahlkübel mit Holz verkleidet werden. Die Aufenthaltsbereiche sollen für alle Gäste und Bürger frei zugänglich sein. Damit geht Karlsruhe einen Schritt in die Zukunft hin zu mehr Nachhaltigkeit, Lebensqualität und in Richtung einer Stadt, in der alle gerne leben.














