Gegen Rassismus: Hunderte Schüler setzen Zeichen bei Karlsruhe

Zahlreiche Schüler einer Grundschule sitzen im Vordergrund. Dahinter sind ein paar Erwachsene zu sehen. Die Schule ist Teil des Projekts "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage".
Symbolbild © imago/Becker&Bredel

Mit einer besonderen Aktion haben Schüler in Rheinstetten ein sichtbares Zeichen für Toleranz, Respekt und ein friedliches Miteinander gesetzt. Das Gymnasium gehört ab sofort offiziell zum bundesweiten Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Eine Menschenkette über den Schulhof, hunderte Schüler und eine Botschaft, die jeder verstehen soll: Am Walahfrid-Strabo-Gymnasium in Rheinstetten stand in dieser Woche nicht Mathematik oder Englisch im Mittelpunkt, sondern das gemeinsame Eintreten gegen Rassismus und Ausgrenzung.

Schule ohne Rassismus – Respekt und Vielfalt zeigen Schüler bei Karlsruhe

Mit der offiziellen Aufnahme in das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ hat die Schule einen wichtigen Meilenstein erreicht. Hinter der Auszeichnung steckt jedoch weit mehr als eine Urkunde oder ein neues Schild am Eingangsbereich. Die Aufnahme ist das Ergebnis monatelanger Arbeit, zahlreicher Gespräche und eines gemeinsamen Entschlusses der Schulgemeinschaft, sich dauerhaft mit Themen wie Respekt, Vielfalt und demokratischen Werten auseinanderzusetzen.

Zum sichtbaren Auftakt formierten sich die Schüler zu einer Menschenkette. Die Aktion sollte deutlich machen, dass die Haltung der Schule nicht nur in Projektunterlagen oder auf Plakaten existiert. Stattdessen wollten die Jugendlichen zeigen, dass sie gemeinsam Verantwortung übernehmen und sich klar gegen Diskriminierung positionieren. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass die Initiative nicht von außen vorgegeben wurde. Das Netzwerk setzt voraus, dass die Schulgemeinschaft selbst hinter dem Projekt steht.

Lesen Sie auch
Flammen-Alarm bei Karlsruhe: Feuerwehr im Dauereinsatz

Schule setzt Zeichen gegen Rassismus – Botschaft an alle senden

Mit der Aufnahme in das bundesweite Netzwerk verpflichtet sich die Schule nun, auch künftig Projekte und Aktionen gegen Rassismus umzusetzen. Dabei geht es nicht nur um große Veranstaltungen, sondern auch um den täglichen Umgang miteinander. Die Verantwortlichen wollen erreichen, dass Ausgrenzung, Vorurteile und Diskriminierung früh erkannt und thematisiert werden. Die Menschenkette zum Auftakt war deshalb bewusst gewählt. Jeder Einzelne stand für sich, gleichzeitig entstand nur gemeinsam ein starkes Bild. Genau darin sehen viele Beteiligte die eigentliche Botschaft der Aktion. Unterschiedliche Menschen, verschiedene Meinungen und individuelle Hintergründe gehören zusammen und bilden eine Gemeinschaft.

(Quellen: Schule ohne Rassissmus, Stadt Rheinstetten)