Geld fehlt: Karlsruher Kult-Freibad soll 2026 wohl doch schließen

Kinderfüße am Rande eines Pools. Die Kinder sind in einem Freibad, sie sitzen am Rand des Schwimmbeckens und planschen mit den Füßen im Wasser. Ein Karlsruher Kult-Freibad befindet sich zurzeit in großer Not.
Symbolbild © istockphoto/Lincoln Beddoe

Die Lage im traditionsreichen Rheinstrandbad Rappenwört – dem Karlsruher Kult-Freibad – spitzt sich weiter zu. Die Eröffnung für die Saison 2026 steht offenbar auf der Kippe, da der Stadt Karlsruhe nach aktuellen Einschätzungen rund 250.000 Euro fehlen.

Das Rheinstrandbad ist seit Jahrzehnten eine feste Größe im Karlsruher Sommer und ein Kult-Freibad. Mit seiner Lage direkt am Rhein, den großen Liegewiesen und dem weitläufigen Gelände zieht es jedes Jahr Tausende Besucher an. Umso größer ist nun die Sorge, dass ausgerechnet dieses Kultbad vorübergehend nicht öffnen könnte.

250.000 Euro fehlen der Stadt: Das Rheinstrandbad ist in Gefahr

Hintergrund sind die zuletzt deutlich gestiegenen Betriebskosten, etwa für Personal, Energie und Instandhaltung. Nach derzeitigen Informationen geht es jedoch nicht um langfristige strukturelle Probleme des Standorts, sondern konkret um die Finanzierung der Saison 2026. Die fehlenden Mittel betreffen vor allem den laufenden Betrieb, der für Sicherheit, Technik und Personal notwendig ist. Ohne diese Grundlage kann ein regulärer Badebetrieb nicht gewährleistet werden.

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Innerhalb der Stadt wird deshalb intensiv über mögliche Lösungen diskutiert. Denkbar sind zusätzliche Mittel aus dem Haushalt, Einsparungen an anderer Stelle oder auch andere alternative Finanzierungsmodelle. Eine endgültige Entscheidung steht jedoch zum jetzigen Zeitpunkt aus. Klar ist nur: Sollte sich die Finanzierungslücke nicht schließen lassen, wäre eine Öffnung im kommenden Jahr kaum realisierbar.

Bürger haben Angst um ihr Freibad: Lösung gesucht

Für viele Bürger wäre das ein spürbarer Einschnitt. Das Rheinstrandbad ist nämlich nicht nur ein Ort der Freizeitgestaltung, sondern auch ein wichtiger Treffpunkt in den Sommermonaten. Entsprechend groß ist das Interesse, eine Lösung zu finden und den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Vor Monaten hatten sich die Bürger für ihr Bad schon stark gemacht und alle Zeichen standen auf einer Wiedereröffnung. Umso größer ist der Schrecken angesichts der fehlenden finanziellen Mittel. Nun bleibt zu hoffen, dass die die Stadt diese Gelder sichern kann. Andernfalls würde Karlsruhe eines der beliebtesten Ausflugsziele im Sommer einfach so verlieren.

(Quellen: Stadt Karlsruhe, Rheinstrandbad)