Gewässerverunreinigung: Riesige Ölspur auf dem Karlsruher Rhein

Niedrigwasser am Rhein in der Gegend Karlsruhe. Ein großes Boot schifft den Fluss herunter und gleitet neben den Bergen des Schwarzwaldes.
Symbolbild © istockphoto/A-Tom

Auf dem Karlsruher Rhein hat man eine riesige Ölspur entdeckt. Feuerwehr und Wasserschutzpolizei kamen mit einem Großaufgebot zum Einsatz, um die Gewässerverunreinigung einzudämmen und die Quelle zu finden.

Eine Passantin entdeckte eine riesige Ölspur im Rhein bei Neuburgweier. Der Gefahrstoff-Alarm löste einen Großeinsatz mit Hubschrauber aus.

Hubschrauber über dem Wasser: Ausmaß der Ölspur aus der Luft erkundet

Ein alarmierender Anruf führte am Freitagnachmittag zu einem Großaufgebot von Einsatzkräften am Karlsruher Rhein bei Neuburgweier. Eine Passantin hatte gegen 12:30 Uhr eine massive ölhaltige Verschmutzung des Wassers in Höhe des Fähranlegers entdeckt und die Polizei alarmiert. Der anschließende Gefahrstoff-Alarm löste einen koordinierten Einsatz von Feuerwehr und Wasserschutzpolizei aus. Vor Ort identifizierten die Einsatzkräfte eine riesige Ölspur, die sich nach ersten Erkenntnissen auf dem Rhein über eine Länge von rund 160 Metern und eine Breite von 30 Metern erstreckte. Ein derartiger Vorfall ist auch für die erfahrenen Kräfte der Wasserschutzpolizei ein seltener und ernster Alarmfall. Um sich einen Überblick über das genaue Ausmaß zu verschaffen, setzte die Polizei auch einen Hubschrauber ein.

Die Quelle des umweltschädlichen Films konnte man glücklicherweise schnell lokalisieren: Somit handelte es sich um ein Schiff, das im nahegelegenen Yachthafen bei Au am Rhein vor Anker lag. Glücklicherweise hatte sich der Ölfilm noch nicht weiter flussabwärts ausgebreitet. Dennoch war die Lage ernst, da sich der Film in Ufernähe und in einem sensiblen Naherholungsgebiet befand. Die Feuerwehr Rheinstetten begann umgehend mit der Eindämmung, indem sie spezielle Ölschlingen auslegte und mit Ölbindetüchern die Substanz auf dem Wasser aufsaugte. Die Wasserschutzpolizei Karlsruhe übernahm die Ermittlungen zur genauen Ursache des Austritts.

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Fahndung nach der Quelle: Verdacht fällt auf Schiff im Yachthafen

Welches Schiff genau betroffen ist und wie es zum Leck kommen konnte, wird nun akribisch untersucht. Die Entsorgung des gebundenen Öls ist derzeit noch in der Klärung. Ersten Untersuchungen der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg zufolge ist es jedoch zu keinem größeren Schaden für die Flora und Fauna des Rheins gekommen. Der schnell fließende Strom habe dazu beigetragen, dass sich der Ölfilm rasch verflüchtigte.

Trotz dieser ersten Entwarnung bleiben die genauen Auswirkungen auf die Umwelt Gegenstand der Bewertung. Daher ist die genaue Ursache des Ölaustritts vom Schiff weiterhin Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Angaben des Polizeipräsidiums Einsatz)