
Am 30. März wurde das Städtische Klinikum in Karlsruhe bestreikt. Jetzt droht der nächste Streik der Ärzte in Karlsruhe. Dann sollen auch die OP-Säle leer bleiben.
Die Gewerkschaft konnte auch in der vierten Verhandlungsrunde keine gütliche Einigung erzielen. Deshalb wollen die Karlsruher Ärzte erneut streiken. Die Folgen können gravierend sein, denn durch den Streik könnten wohl auch Operationen und Eingriffe ausfallen.
Ärzte streiken in Karlsruhe – nach vierter Verhandlungsrunde
Die Ärzte in Karlsruhe wollen am 9. Mai streiken. Das teilte die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände offiziell mit. Bei dem Streik wollen die Ärzte der kommunalen Krankenhäuser ihre Arbeit niederlegen. Die Auswirkungen auf das Klinikum Karlsruhe sind derzeit noch nicht absehbar. Man sehe den erneuten Ausstand aber als Folge der letzten Tarifverhandlungen. In der vierten Verhandlungsrunde konnte mit den betroffenen 60.000 Ärztinnen und Ärzten keine Einigung erzielt werden.
Man kann aber offenbar schon jetzt sagen, dass die Notfallpatienten durch den drohenden Streik nicht beeinträchtigt werden sollen. Deshalb wird eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen. Es ist jedoch durchaus möglich, dass einige Operationen ausfallen. Die Gewerkschaften vertreten die Interessen der Arbeitnehmer. Sie führen die Verhandlungen mit den Arbeitgebern und können ihren Forderungen durch Streiks mehr Nachdruck verleihen. Dies gilt nicht nur für Beschäftigte im Gesundheitswesen, sondern auch für Gewerkschaften im öffentlichen Nahverkehr oder im Sozialbereich.
Forderung nach Lohnerhöhung – noch keine Einigung
Die Forderung ist klar: 2,5 Prozent mehr Lohn fordern die Arbeitnehmer. Dies hat der Marburger Bund kürzlich in einer Pressemitteilung veröffentlicht. Außerdem möchte man einen Ausgleich für die derzeitigen Preissteigerungen. Bisher konnte man sich in keinem Punkt einigen, weshalb die Streikdrohungen weitergehen. Im Normalfall schließen sich die Demonstrationen immer einer Verhandlungsrunde an. Dabei gilt es zu beachten, dass nicht automatisch alle Krankenhäuser bestreikt werden.
Leidtragende sind letztendlich wieder die Bürgerinnen und Bürger, die entweder länger auf Eingriffe und Behandlungen oder andere Einschränkungen hinnehmen müssen. Es bleibt daher zu hoffen, dass die nächste Verhandlungsrunde ein zufriedenstellendes Ergebnis bringt.














