Großer Sparschock: Karlsruher Kulturstätten stehen vor dem Aus

Ein Gemeinderat tagt, um neue Maßnahmen zu einem Sparkurs beschließen, die der Stadt Karlsruhe helfen sollen. Politiker sitzen an Tischen in einer weiten, gut ausgeleuchteten Halle, um über die Beschlüsse abzustimmen.
ARCHIV - Foto: Stadt Karlsruhe

Die Bürger gehen auf die Straße, denn mehrere Karlsruher Kulturstätten stehen vor dem Aus. Die Stadt muss sparen und setzt den Rotstift auch bei der Kultur an. Hunderte Menschen gehen deshalb auf die Straße.

Die Bürger wollen gemeinsam ein Fest feiern und die Kultur in der Stadt retten. Die Liste des Grauens macht mittlerweile die Runde und droht damit, Karlsruher Kulturstätten verschwinden zu lassen. Doch das möchten sich die Teilnehmer der Veranstaltung nicht gefallen lassen.

Für die Karlsruher Kulturstätten auf die Straße: Angst vor dem Aus

Über 20 verschiedene Träger kommen am Samstag zum Stephansplatz in Karlsruhe. Sie wollen auf einen Missstand aufmerksam machen und befürchten das Ende wichtiger Kulturstätten. Die Stadt Karlsruhe muss nämlich sparen, es geht um Millionen, die der Stadtkasse fehlen.

So ist zu befürchten, dass vor allem Kunst und Kultur betroffen sind. Wichtige Projekte und Vereine müssen nun um ihre Zukunft zittern. Dies nehmen die Träger zum Anlass, auf die Straße zu gehen und zu demonstrieren. Sie wollen sich die Sparpläne der Stadt nicht einfach so gefallen lassen.

400 Menschen auf dem Stephansplatz – Vereine und Institutionen müssen zittern

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Zum Stephansplatz sind 400 Menschen gekommen. Sie wollen zeigen, dass auch sie Bedeutung haben und sich die Sparpläne nicht einfach so gefallen lassen. Auf den Schildern stehen Slogans wie „Fairness für die freie Kulturszene“. Das Sparpaket lässt der Kultur nämlich nur noch wenig Luft zum Atmen: 80 Millionen möchte die Stadt Karlsruhe einsparen und hat daher eine besonders harte Liste herausgebracht, die zuletzt sogar vom Oberbürgermeister als „Liste des Grauens“ bezeichnet wurde. Die Kultur und die damit verbundenen Angebote sind wichtig für die Stadt.

Dafür stehen die Vereine und Vertreter an diesem Tag ein. Sie wollen sich die Kürzungen nicht gefallen lassen und Widerstand zeigen. Insgesamt sind es acht Kultureinrichtungen, die um ihre Existenz bangen. Die Sorgen sind hausgemacht: Sie befürchten, dass sie auf lange Sicht einfach verschwinden könnten. Das könnte beispielsweise das Theater Sandkorn treffen. Ohnehin habe man in den letzten Jahren keine höhere Förderung bekommen, ganz im Gegenteil, man musste mit Kürzungen leben. Außerdem drohen Rückzahlungen an die Stadt von längst verplanten Fördergeldern. Das gefährdet die Existenz.

(Quellen: eigene Recherche der ka-insider-Redakteure, dpa, Kulturring Karlsruhe)