Großes Feuerwerk und freier Eintritt: Kerwe startet in Karlsruhe

Ein großer, bunter Stand auf einem Rummelplatz oder einer Kerwe steht vor einem Baum im schönen Sonnenschein. Davor sind einige Menschen und Kinder zu sehen, die vom Stand etwas kaufen wollen.
Symbolbild © istockphoto/Bombaert

Vier Tage Kerwe, große Live-Acts, ein Rummelplatz, ein spektakuläres Feuerwerk zum Finale und freier Eintritt: In Karlsruhe-Neureut wird Mitte August wieder gefeiert, getanzt und geschlemmt.

Wenn im Karlsruher Norden plötzlich Lichter, Musik und der Duft von Zuckerwatte die Straßen füllen, steht ein Wochenende bevor, das man besser nicht einfach vorbeiziehen lässt.

Vier Tage Kerwe zwischen Rummel und Live-Musik

In Karlsruhe-Neureut wird es Mitte August wieder laut, bunt und ausgelassen. Die Neureuter Kerwe lädt von Freitag, 14. August, bis Montag, 17. August, auf den Festplatz neben dem Adolf-Ehrmann-Bad ein. Wer hinwill, steigt ganz entspannt in die S1 oder S11 und steigt direkt an der Haltestelle Adolf-Ehrmann-Bad aus. Und das Beste gleich vorweg: Der Eintritt ist frei. Schon ab Freitagabend ab 16 Uhr beginnt das Treiben, am Samstag geht es ab 15 Uhr weiter, am Sonntag bereits ab 11 Uhr und am Montag ab 12 Uhr.

Musikalisch wird dabei einiges aufgefahren. Auf der Bühne stehen unter anderem die Reindeers, die Partyfürsten, die Coldplay-Tribute-Band Everglow sowie Vorsicht Vier. Parallel dazu dreht sich auf dem Rummelplatz alles um Fahrgeschäfte, Spielbuden und klassische Volksfeststimmung – am Montag sogar mit Familienprogramm von 14 bis 19 Uhr.

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Tradition, Feuerwerk und ein Fest mit Geschichte

Doch die Kerwe lebt nicht nur von Musik und Fahrgeschäften, sondern vor allem von ihren festen Ritualen. Am Sonntag laden ein ökumenischer Gottesdienst und der anschließende Frühschoppen zum Innehalten und gemeinsamen Anstoßen ein. Wer es deftiger mag, kommt am Montag beim traditionellen Saueressen auf seine Kosten. Den krönenden Abschluss bildet am Montagabend ein großes Feuerwerk, das den Himmel über dem Festplatz in Farben taucht und das Fest spektakulär verabschiedet.

Dass solche Volksfeste weit mehr sind als bloße Unterhaltung, zeigt auch ein Blick auf ihre Bedeutung. Die Schaustellerkultur wurde jüngst als immaterielles UNESCO-Kulturerbe anerkannt. Sie steht für die Arbeit tausender Familienbetriebe und für eine lebendige Tradition, die in Deutschland unter vielen Namen gefeiert wird – von Kirmes bis Dult. Rund 9.750 Volksfeste finden jährlich bundesweit statt und ziehen etwa 200 Millionen Besucher an.

(Quellen: TG Neureut 1893 e. V., eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)