
In Baden-Württemberg und im Raum Karlsruhe hat nun endlich die Erdbeersaison begonnen. Doch die Bauern machen sich Sorgen, denn ihre Erdbeeren sind deutlich teurer als die aus dem Supermarkt.
Wer in diesem Jahr Erdbeeren aus der Region kaufen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen als beim Discounter. Das können sich immer weniger Menschen leisten. Es sieht so aus, als stünde das heimische Obst vor einer Krise.
Heimische Erdbeeren sind immer teurer – höhere Personalkosten
Ein Grund für die hohen Kosten der Erdbeeren sind die Personalausgaben. Der süddeutsche Spargel- und Erdbeerbauernverband (VSE) gibt Einblicke in die Kostenstruktur. Ungefähr die Hälfte der Kosten entfällt auf die Personalkosten. Etwa 40 Prozent entfallen auf Betriebsmittel wie Dünger, Pflanzenschutzmittel, Folien und Pflanzen. Deutlich günstiger gibt es Erdbeeren mittlerweile in fast jedem Supermarkt, zum Teil für unter einem Euro pro 500-Gramm-Schale. Mit diesem Kilopreis können die heimischen Bauern nicht mithalten.
Die Preise schwanken für Erdbeeren in der Saison
Die Früchte stammen zumeist aus dem Ausland, wo die Bauern deutlich geringere Personalausgaben haben. In Spanien beispielsweise liegt der Mindestlohn bei 8,63 Euro pro Stunde. Die Griechen verdienen mit 5,93 Euro hingegen deutlich weniger. In Deutschland liegt der Mindestlohn bei 13,90 Euro, sodass die Bauern preislich nicht mithalten können. Außerdem ist davon auszugehen, dass die Preise saisonal schwanken. Gerade zu Beginn der Saison gibt es aufgrund der Kälte noch recht wenige Erdbeeren, sodass sie etwas teurer sind. Es gibt wenige Erdbeeren, die daher etwas teurer sind.
Im Saisonverlauf stabilisieren sich die Preise und werden immer günstiger. Natürlich muss man davon ausgehen, dass Erdbeeren aus der Region und aus dem Hofladen immer teurer sind als die günstigen Discounter-Früchte. Doch viele schwören auf das heimische Obst, da es deutlich aromatischer, nachhaltiger und schmackhafter ist als die Billigware aus dem Supermarkt. Dieses Jahr wird dennoch wohl kein einfaches für die heimischen Bauern werden.
(Quellen: SWR, süddeutscher Spargel- und Erdbeerbauernverband)














