Beim Heizen sparen: Karlsruher Schule könnte bald neues Fach haben

Eine Hand dreht das Thermostat an der Heizung.
Symbolbild © istockphoto/hierderfotografgenannt

Die Hochschule Karlsruhe plant derzeit ein neues Studienfach. Es geht um das Thema Heizen und ist besonders wichtig.

Die Energiekrise ist in aller Munde und jeder muss beim Heizen sparen. Dazu kommt die Belastung für die Umwelt. Bisher gab es nur eine einzige CO₂-neutrale Methode, um zu heizen, nämlich Wärmepumpen. Diese galten jedoch bisher als Luxusgut und als technisch noch nicht vollends ausgereift. Die Hochschule Karlsruhe will diesen Zustand verbessern und plant deswegen eine Professur für Wärmepumpen.

Umweltschutz und Klimawandel

Das sind wichtige Themen und zugleich das, was die Jugend interessiert. Dagegen gibt es einen Mangel an jungen Leuten, die für Maschinenbau, Elektrotechnik und andere klassische Ingenieurstudiengänge zu begeistern sind. Der demografische Wandel macht sich somit auch an der Hochschule Karlsruhe bemerkbar. Dies erklärt der Professor für Kältetechnik und Institutssprecher.

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Gerade seit Corona ist das Nachwuchsproblem besonders präsent. Deswegen möchte die Hochschule Karlsruhe direkt bei den Interessen einer neuen Generation potenzieller Ingenieure ansetzen und geht mit dem Wandel der Zeit.

Hochschule passt Studienfächer an

Um zielgerichteter lehren zu können, ging man in die Schulen und erfragte dort, was die Schüler gern in technischer Richtung studieren würden. Mit einer eindeutigen Tendenz. Die meisten jungen Leute gaben den Umweltschutz und die Bekämpfung des Klimawandels an. Die Hochschule ergriff die Chance und stellte sich entsprechend auf die Bedürfnisse ein.

Seit 2022 gibt es daher den Studiengang Green Technology Management. Dieser beschäftigt sich mit diesen wichtigen Fragen, die die Jugend von heute bewegt. Dieser Studiengang des grünen Ingenieurwesens findet guten Anklang und beantwortet drängende Fragen der Moderne. Deswegen entschloss sich die Hochschule, eine weitere neue Professur ins Leben zu rufen. Nämlich die der Wärmepumpentechnologie.

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Die Stiftungsprofessur der Wärmetechnologie

Ein Problem an diesem neuen Studienfach ist die Finanzierung. Im Gegensatz zu der Erforschung von künstlicher Intelligenz hat die Bundesregierung für die Ingenieursforschung zum Umweltschutz noch keine Gelder freigemacht. Dies wäre jedoch bitter nötig, meint der Professor der Hochschule Karlsruhe.

Denn schließlich werden Wärmepumpen gerade in der Energiekrise immer wichtiger. Zudem sind sie die einzige Möglichkeit, CO₂-neutral zu heizen. Daher möchte ihnen die Hochschule eine ganze Professur widmen, doch es gibt keine Unterstützung von Bund oder Land. Aus diesem Grund bat man verschiedene Firmen um Hilfe und gründete die Stiftungsprofessur der Wärmetechnologie. Kommen genug Geldgeber zusammen, steht dem neuen Studienfach nichts mehr im Wege.