
Ein warmer Ort in der kalten Zeit: Die Vesperkirche in Karlsruhe ist wieder geöffnet und braucht jetzt unsere Hilfe. Der Aufruf richtet sich an alle Bürger.
Die Karlsruher Vesperkirche bietet wieder Hilfe für die Bedürftigen an. Dabei kann sie jede Unterstützung der Bürger gebrauchen. Die Aktion geht noch mehrere Wochen.
Mehr als eine warme Mahlzeit: Ein Ort, der Herzen öffnet und Brücken baut
In der Karlsruher Johanniskirche am Werderplatz herrscht seit Sonntag wieder eine besondere Atmosphäre. Zum 13. Mal hat die Vesperkirche ihre Pforten geöffnet und wird für vier Wochen zum zentralen Anlaufpunkt für Menschen in Not. Doch hinter der Wärme des Ortes steckt ein riesiger organisatorischer Aufwand, der komplett auf Spenden und Ehrenamt basiert. Jetzt geht ein dringender Aufruf an die Karlsruher Bürgerinnen und Bürger: Die Vesperkirche braucht weiterhin Hilfe. Denn täglich gibt man hier bis zu 300 warme Mahlzeiten aus – hinzu kommen Kaffee, Tee und Kuchen. Dabei sorgen 250 Ehrenamtliche für einen reibungslosen Ablauf. Für spontane Mithilfe in diesem Jahr ist es zwar zu spät, doch Interessierte können sich für die nächste Saison vormerken lassen.
Doch Karlsruher können auch noch in diesem Jahr der Vesperkirche etwas Gutes tun, denn ein zentraler Punkt, der Hilfe benötigt, ist die Kleiderkammer. Wer zum Beispiel große Winterkleidung, robuste Ruck- und Schlafsäcke hat, kann diese vorbeibringen. Neben Kleidung freut sich das Team zudem über frisch gebackenen Kuchen, den man samstags zwischen 11 und 15 Uhr abgeben kann (bitte ohne Sahne und Alkohol). Serviert wird er dann am Sonntag. Doch, man kann es sich denken, am dringendsten sind Geldspenden. Diese finanzieren nicht nur das Essen, sondern auch Logistik, Hygienekosten, Medikamente für Menschen und Tiere, Instandhaltung und die Heizung der großen Kirche. Aber auch Alltagsgegenstände wie Zahnbürsten, Duschgel oder Shampoo sind gern gesehen. Man merkt schnell: Jeder kann helfen.
Für Karlsruhe: Die Vesperkirche als Gemeinschaftswerk – und jeder kann helfen!
Die Vesperkirche versteht sich als eine Brücke zwischen den gesellschaftlichen Schichten und schafft bewusst Raum für Begegnung. In Zeiten, in denen auch andere soziale Einrichtungen in Karlsruhe um ihre Finanzierung kämpfen, gewinnt diese verbindende Aufgabe weiter an Bedeutung.
Noch bis zum 8. Februar bleibt die Vesperkirche täglich von 11 bis 15 Uhr ein offener Ort. Als ein Leuchtturm der Nächstenliebe ist sie darauf angewiesen, dass die Unterstützung aus der Bürgerschaft nicht abreißt.
(Quellen: Vesperkirche Karlsruhe, evangelische Kirche Karlsruhe)














