
Karlsruhe steuert auf eines der heißesten Wochenenden des Jahres zu. Meteorologen erwarten Temperaturen, die örtlich an der 40-Grad-Marke kratzen könnten. Während sich Straßen, Plätze und Hausfassaden in der Innenstadt stark aufheizen, gibt es dennoch einige Orte, an denen sich die Sommerhitze deutlich besser aushalten lässt.
Wer möglichst viel Schatten sucht, findet ihn im Schlossgarten. Die weitläufige Parkanlage mit ihren alten Bäumen gehört zu den kühlsten Bereichen der Innenstadt. Große Rasenflächen wechseln sich mit schattigen Wegen ab und bieten selbst an heißen Tagen spürbar angenehmere Temperaturen als die umliegenden Straßen.
An diesen Orten lässt es sich jetzt noch aushalten – Hitzegefahr in Karlsruhe
Auch die Günther-Klotz-Anlage zählt zu den beliebtesten Rückzugsorten, wenn die Hitze in der Stadt kaum noch auszuhalten ist. Eine wichtige Hilfe sind außerdem die kostenlosen Trinkwasserbrunnen. Nach Angaben der Stadt stehen inzwischen 36 öffentliche Trinkwasserbrunnen zur Verfügung. Sie verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet und ermöglichen es, Wasserflaschen kostenlos aufzufüllen oder direkt frisches Trinkwasser zu sich zu nehmen. Zu den zentralen Standorten gehören unter anderem der Rathausbrunnen am Marktplatz, Brunnen am Rondellplatz und am Lidellplatz. Erst vor Kurzem kamen zwei weitere barrierefreie Trinkwasserbrunnen hinzu.
Wer der direkten Sonneneinstrahlung vollständig entgehen möchte, findet auch in öffentlichen Gebäuden Abkühlung. Die Stadt empfiehlt unter anderem Bibliotheken, Museen oder andere klimatisch angenehmere Innenräume. Zusätzlich beteiligen sich mehrere Karlsruher Kirchengemeinden am Projekt „Coole Kirchen“. Während der heißen Tage öffnen sie ihre Kirchen gezielt für Besucher, die sich ausruhen, abkühlen oder kostenlos Trinkwasser erhalten möchten.
Hitzeplan in Karlsruhe: Bürger suchen Schutz vor dem Sommerwetter
Damit Einwohner und Besucher passende Orte leichter finden, hat die Stadt ihren digitalen „Stadtplan für heiße Tage“ weiter ausgebaut. Dort sind Trinkwasserbrunnen, schattige Grünanlagen, Wasserspiele, öffentliche Gebäude sowie weitere kühle Aufenthaltsorte eingetragen. Zusätzlich liefern inzwischen mehr als 100 Wettersensoren aktuelle Temperaturdaten aus verschiedenen Stadtteilen. Dadurch lässt sich erkennen, welche Bereiche besonders stark aufgeheizt sind und wo es sich deutlich angenehmer aufhalten lässt.
Ärzte und Behörden raten angesichts der bevorstehenden Hitzewelle außerdem dazu, körperliche Anstrengungen möglichst in die frühen Morgen- oder späteren Abendstunden zu verlegen. Wer unterwegs ist, sollte regelmäßig trinken, eine Kopfbedeckung tragen und möglichst schattige Wege wählen. Gerade ältere Menschen, Kinder und Personen mit Vorerkrankungen reagieren besonders empfindlich auf extreme Temperaturen.
(Quellen: Stadt Karlsruhe, Deutscher Wetterdienst (DWD), Landratsamt Karlsruhe)














