
Die Einwohner sind mehr als entsetzt. Noch dieses Jahr kommt hochradioaktiver Abfall in ihrer Heimat an. Die Lagerung der vier gefährlichen Behälter wurde sogar bereits genehmigt.
Jetzt ist es offiziell: Eine Menge hochradioaktiver Abfall soll in einem Lager in Baden-Württemberg zwischengelagert werden. Angeblich müssen sich die Bürger des Ortes keine Sorgen machen.
Es war von Anfang an klar
Vor vielen Jahren haben die Deutschen eine Menge Brennelemente von einem Kernkraftwerk in der Region Karlsruhe nach Frankreich gebracht. Jetzt muss der hochradioaktive Abfall zurück in das Lager der Anlage. Konkret dreht sich dabei alles um den Ort Philippsburg mit knapp 12.000 Einwohnern. Denn dort steht ein Kernkraftwerk, welches nach vielen Jahren Ende 219 planmäßig zurückgefahren wurde. Die Verantwortlichen haben während der Betriebszeit insgesamt 165 Behälter in die Wiederaufbereitungsanlage nach La Hague in Frankreich bringen lassen.
Das Resultat ist hochradioaktiver Abfall, welchen die Franzosen in sogenannte Castor-Behälter verpackt haben. Dass der Müll letztendlich wieder zurück nach Deutschland geht, haben die Länder von vornherein untereinander vereinbart. Demnach ist es nicht verwunderlich, dass das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) den Transport final am 11. Oktober genehmigt hatte.
Es ist erst einmal kein Ende in Sicht
Die Entsorgung solcher Abfälle ist heikel und wird von der Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) übernommen. Es gibt zwar noch keine genauen Pläne, die Verantwortlichen haben jedoch bereits öffentlich bestätigt, dass der hochradioaktive Abfall noch dieses Jahr in Philippsburg ankommen soll. Die konkrete Planung wird in den nächsten Wochen erfolgen, heißt es weiter. Weshalb auch die Strecke sowie das genaue Ankunftsdatum bislang nicht bekannt sind.
Was man laut BASE bislang wisse, ist jedoch die Tatsache, dass der Müll bereits in Frankreich sicher verpackt wird. Demnach müssten sich die etwa 12.000 Bürger des Ortes keine Sorgen machen. Es ist zudem nicht neu, dass in dem stillgelegten Kraftwerk Abfall dieser Art gelagert wird. Immerhin dürfen hier sogar insgesamt 152 solcher Behälter untergebracht werden. Die Kapazität ist aktuell noch nicht ausgereizt und dennoch stehen dort bereits jetzt 102 solcher Behälter. So wie es aktuell aussieht, muss die Stadt auch noch mindestens bis zum Jahr 2047 gefährliche Abfälle dieser Art lagern. Denn bis dahin ist die aktuelle Regelung gültig. Wenn es so weit ist, müssen die Verantwortlichen schauen, ob es ein Endlager für die gefährlichen Teile gibt.














