Roboter: Hochschul-Absolvent aus Karlsruhe erhält einen Preis

Roboter als Kellner im Restaurant.
Symbolbild © istockphoto/Julia Garan

Die Fächerstadt Karlsruhe macht mal wieder Schlagzeilen. Denn ein Hochschul-Absolvent erhält eine wertvolle Auszeichnung.

Der Deutschlandpreis geht in diesem Jahr nach Karlsruhe. Ein Hochschul-Absolvent aus der Fächerstadt gewinnt ihn mit seiner Roboterentwicklung.

Auszeichnung für Roboterprojekt

Der Fachbereichstag Maschinenbau e.V. vergibt jedes Jahr den Deutschlandpreis. In diesem Jahr hatte er das Motto „Kreativer Ingenieurnachwuchs!“. Der Preis ging nun an einen Absolventen der Hochschule Karlsruhe. Und zwar für sein Roboterprojekt „Chabo – The Challenging Bot“

Roboter sind heutzutage nicht außergewöhnliches mehr. Einachsroboter, sogenannte Segways, die auf einer Achse mit Einzelantrieb der Räder aufrecht balancieren können, gibt es schon seit einigen Jahren. Doch diese Segwayroboter haben Probleme mit Hindernissen. Diese versperrten den Robotern bis lang den Weg. Unter einer Stange durchtauchen und auf der anderen Seite wieder aufrecht balancierend zum Stehen kommen, konnten sie nicht.

Karlsruher Hochschul-Absolvent löst das Problem

Der Gewinner des Deutschlandpreises heißt Alessandro Papa. Er hat den Bachelorstudiengang Mechatronik an der Hochschule Karlsruhe (HKA) abgeschlossen und beschäftigt sich jetzt mit diesem Problem in seiner Masterthesis am Embedded Mechatronics Laboratory der HKA. Dort werden Roboter-Testsysteme zum künstlichen Bewegungslernen entwickelt. Das Ziel seiner Masterarbeit war es, einen Segwayroboter hardwareseitig, aber auch durch ein Steuersystem, entsprechend zu erweitern.

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Alessandro Papa hat den Segway erweitert. Er versah ihn in der Mitte mit einem Schwungrad mit eigenem Antrieb. Mit diesem lässt sich der Kippwinkel beeinflussen. Der Roboter kann sich somit unabhängig von seiner Fahrtrichtung verneigen. Die implementierte Software ermöglicht eine Bedienung des Roboters und daher die Durchführung von Experimenten. Im nächsten Schritt folgten die Steuerung zur Stabilisierung des Roboters und anschließend zum gewünschten Bewegungsablauf.

Roboter ist voll funktionsfähig

Aus dem Segway entstand inzwischen ein neuartiger Balancierroboter. Dieser ist preiswert und leicht nachzubauen. Dies sagt Dr.- Ing. Joachim Wietzke aus der Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik als Betreuer der Abschlussarbeit.

„Die möglichen Anwendungsfelder sind sehr breit gefächert und reichen von Produktionsanlagen, Logistikzentren, medizinischen Robotern, Humanoidrobotern bis zur Energieversorgung. Nicht zuletzt werden wir ihn in der Methodenforschung im Feld des künstlichen Bewegungslernens einsetzen“, so Wietzke weiter.

Alessandro Papa gab seinem Roboterprojekt den Namen „Chabo – The Challenging Bot“. Damit gewann er den Deutschlandpreis für die beste eingereichte Masterarbeit. Dieser ist auf 2.000 Euro dotiert.