
Die Hoffnung auf Nachwuchs ist groß: In Karlsruhe fiebern alle Beteiligten aufgeregt darauf hin, dass sich zwei extrem seltene Tiere einander annähern. Denn das Raubtier ist seit langem vom Aussterben bedroht.
Aktuell wollen die beiden Bewohner des Geheges wenig voneinander wissen. Doch der Zoo will die Hoffnung auf seltenen Nachwuchs in Baden-Württemberg nicht aufgeben.
Weniger als 500 Tiere sind übrig
Leoparden sind eigentlich dafür bekannt, sich extrem gut an sich verändernde Umstände anpassen zu können. Doch gegen den Menschen sind sie nicht gewappnet. Laut dem WWF nimmt der Bestand Jahr für Jahr weiter ab, weil Jagd auf die Raubkatzen gemacht wird. Ihre Felle sind beliebt und ihr Lebensraum wird immer weiter zerstört. Vor allem Schneeleoparden, welche unter anderem in Nepal und Kirgisistan leben, sind dadurch extrem selten geworden.
Der NABU zufolge lebten in den 1980er-Jahren noch knapp 1.400 der Tiere in Kirgisistan. Heute sind nur noch etwa 250 Katzen übrigen. Schneeleoparden sind vom Aussterben bedroht, und so setzen sich zahlreiche Experten im Rahmen verschiedener Artenschutzprogramme immer mehr für das Überleben der wunderschönen Katzen ein. Auch die deutschen Zoos versuchen die Paarung der Tiere zu fördern, um den Bestand zu erhöhen. Vor allem in Karlsruhe ist die Hoffnung auf Nachwuchs aktuell groß.
Angst: vielleicht gibt es keine Babys
Bereits im Jahr 2015 kamen drei kleine Schneeleoparden-Babys im Karlsruher Zoo zur Welt. Schnell haben die Verantwortlichen sie auf die Namen Deeleg, Dipendu und Dinata getauft. Jetzt hat der Zoo wieder Hoffnung auf Katzen-Nachwuchs. Denn die beiden Schneeleoparden Anushka und Akar teilen sich mittlerweile eine Anlage im Zoo. Das hängt vor allem damit zusammen, dass aktuelle Paarungszeit ist.
Alle beteiligten wünschen sich, dass die zwei Raubtiere sich einander annähern. Leider scheinen sie jedoch bisher kaum Interesse aneinander zu haben. Zumindest konnte niemand bislang einen Paarungsversuch beobachten. Es bleibt jedoch zu hoffen, dass die beiden Vertreter der vom Aussterben bedrohten Großkatzen sich doch noch für Nachwuchs begeistern können, bevor sie wieder räumlich getrennt werden müssen. Der Zoo hält seine Fans mithilfe von Facebook-Beiträgen auf dem neuesten Stand.
(Quellen: Zoo Karlsruhe, IUCN, dpa)














