Hubschrauber im Einsatz: Schnaken-Invasion am Rhein bei Karlsruhe

Helikopter mit Mittel. Der Hubschrauber fliegt durch die Luft und wirft dabei ein bestimmtes Mittel ab - es kann auch ein Löschfahrzeug sein, das über einen Brand fliegt. Der Himmel ist bewölkt, es ist keine Sonne zu sehen.
Symbolbild © istockphoto/Daniel Mendler

Eine regelrechte Schnaken-Invasion gibt es immer wieder am Rhein bei Karlsruhe. Mittlerweile sind sogar Hubschrauber im Einsatz, um die Mücken zu bekämpfen.

Gerade in den sumpfigen Auwäldern am Rhein bei Karlsruhe kann es schnell zu einer Schnaken-Invasion kommen. Deshalb ist man jetzt auf eine geniale Idee gekommen: Mithilfe von Hubschraubern will man die Schnakenplage in Grenzen halten.

Schnaken-Invasion am Rhein bei Karlsruhe gezielt bekämpfen

Wer sich im Sommer in der Nähe von Gewässern aufhält, muss mit dem einen oder anderen juckenden Stich leben. In manchen Regionen kommt es dabei regelmäßig zu einer regelrechten Schnakenplage. Kommt dann noch eine Allergie hinzu, wird der Sommer für viele zur Tortur. So zum Beispiel am Rhein bei Karlsruhe. Dort werden deshalb sogar Hubschrauber eingesetzt, um die stechenden Plagegeister gezielt zu bekämpfen.

Die Stechmücke wird im Volksmund auch „Schnake“ genannt. Am Rhein bei Karlsruhe sind Mitarbeiter der „Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage“ im Einsatz, um eine mögliche Plage abzuwenden. Dabei setzen sie gezielt Hubschrauber ein, denn nur so ist eine flächendeckende Bekämpfung möglich. Für den Kampf gegen die Mücken wird dabei das Bekämpfungsmittel BTI eingesetzt. Es wird am Rhein bei Karlsruhe auf großen Hektarflächen ausgebracht, um gezielt gegen die Schnaken-Invasion vorzugehen. Mithilfe eines trichterförmigen Behälters werfen Hubschrauber eine definierte Menge des Granulats aus. So erreicht man auch die schwer zugänglichen Stellen und Brutplätze.

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Gezielte und großflächige Aktionen am Rhein bei Karlsruhe

Die Larven der Stechmücke nehmen das Bakterium auf. Sie sterben dann innerhalb kürzester Zeit ab. Zuvor muss untersucht werden, wo sich die Brutstätten befinden. Tatsächlich merken nur wenige Bürger etwas von der Aktion, die meist vorsorglich zwischen März und Mai stattfindet. Sobald der Rheinpegel steigt, schlüpfen die Tiere. Deshalb müssen die Hubschrauber frühzeitig und gezielt fliegen.

Die Hauptaktion fand vor allem Mitte Mai statt. Vor allem wegen des Hochwassers ist das Zeitfenster eng. Ein weiterer Hubschrauber fliegt zwischen Mannheim und Karlsruhe, um dort die großen Brutplätze abzudecken. Gerade wenn die Trockenheit so lange anhält, können sich die Stechmücken gut vermehren. Nun wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen, wie erfolgreich der Einsatz der Hubschrauber war.