Hunderttausende Euros: Ehepaar fällt auf Betrüger rein

Eine nicht zu erkennende Frau tippt etwas auf ihrem Smartphone ein. Mit der linken Hand hält sie das Handy, mit der rechten Hand tippt sie gerade den PIN ein, um das Handy zu entsperren.
Symbolbild © istockphoto/Wasan Tita

Mit einer erfundenen Geschichte, enormem Zeitdruck und gezielter Manipulation haben Betrüger ein älteres Ehepaar in Karlsruhe um Vermögenswerte im Wert von mehreren Hunderttausend Euro gebracht. Wochen nach der Tat sucht die Kriminalpolizei nun mit Bildern nach dem mutmaßlichen Täter.

Ein Eheepaar aus Karlsruhe wurde Opfer einer Betrugsmasche. Die Ermittler fahnden nun nach dem Täter und veröffentlichten Fotos des gestohlenen Schmucks.

Bargeld und Schmuck: Ehepaar fällt auf Betrüger herein und verliert jede Menge Geld

Nach den bisherigen Erkenntnissen erhielt das Ehepaar Anfang Juli einen Anruf von einem Mann, der sich als Mitarbeiter eines Gerichts ausgab. Er behauptete, die Tochter der Senioren habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Um eine angebliche Untersuchungshaft zu verhindern, müsse kurzfristig eine hohe Kaution hinterlegt werden. Die Geschichte setzte die Eheleute massiv unter Druck und ließ ihnen kaum Zeit, die Angaben zu überprüfen.

Im Glauben, ihrer Tochter zu helfen, packten die Senioren Bargeld, Schmuck und weitere Wertgegenstände in eine Tasche. Kurz darauf erschien ein bislang unbekannter Mann an ihrem Wohnhaus und nahm die Wertsachen entgegen. Anschließend verschwand er zu Fuß. Erst später stellte sich heraus, dass die angebliche Notlage frei erfunden war und die Täter gezielt auf den sogenannten Schockeffekt gesetzt hatten.

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Perfide Masche bringt Karlsruher Ehepaar um seinen Besitz

Das Betrugsdezernat der Kriminalpolizei Karlsruhe übernahm die Ermittlungen. Inzwischen fahnden die Beamten öffentlich nach dem mutmaßlichen Täter. Zusätzlich wurden Bilder des entwendeten Schmucks veröffentlicht. Die Ermittler hoffen, dass jemand den Mann oder einzelne Schmuckstücke wiedererkennt und entscheidende Hinweise liefern kann.

Schockanrufe gehören weiterhin zu den perfidesten Betrugsmaschen. Die Täter geben sich häufig als Polizeibeamte, Staatsanwälte, Richter oder Ärzte aus und schildern dramatische Notlagen naher Angehöriger. Ziel ist es, die Opfer emotional so stark unter Druck zu setzen, dass sie ohne Rücksprache handeln. Gerade ältere Menschen geraten dadurch immer wieder ins Visier professionell organisierter Tätergruppen. Nach Angaben des Bundeskriminalamts verursachen solche Betrugsdelikte jedes Jahr Schäden in Millionenhöhe.

(Quellen: Polizeipräsidium Karlsruhe)