In der Karlsruher Innenstadt werden Hunderte Parkplätze gestrichen

Viele Autos stehen hintereinander in der Innenstadt, einige auf der Suche nach einem Parkplatz. Hunderte Parkplätze sollen jetzt aufgrund einer geänderten Straßenführung gestrichen werden.
Symbolbild © imago/Michael Gstettenbauer

Die Bauarbeiten in der Karlsruher Kriegsstraße sind aktiv in Planung. Jetzt zeichnet sich auch die künftige Straßenführung ab. In diesem Zusammenhang werden voraussichtlich Hunderte von Parkplätzen gestrichen. Das dürfte vor allem den Autofahrern nicht gefallen.

Wer schon einmal in Karlsruhe auf Parkplatzsuche war, weiß, wie viel Geduld man an manchen Tagen aufbringen muss. Nun sollen in der Karlsruher Innenstadt Hunderte Parkplätze wegfallen. Dafür sollen breitere Radwege entstehen. Das klingt, als wolle man das Auto aus der Innenstadt verbannen. Aber so einfach wird das wohl nicht.

Hunderte Parkplätze gestrichen in der Innenstadt

Kein anderes Thema wird derzeit so leidenschaftlich und heiß diskutiert wie die Gestaltung der Karlsruher Innenstadt und deren barrierefreie Erschließung. Jetzt liegen die Pläne der Stadt für den westlichen Teil der Kriegsstraße vor. Demnach können sich die Radfahrer über breitere und sicherere Radwege freuen.

Nicht alle können jedoch jubeln, denn es sollen offenbar weitere Parkplätze wegfallen. Dabei ist nicht nur von einigen Parkplätzen die Rede – Hunderte Parkbuchten soll es nach einem Entwurf nicht mehr geben. Für viele Anwohner ist das schlichtweg undenkbar, denn die Parkplatzsituation vor Ort sei ohnehin bereits angespannt.

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Keine Lösung zu finden: Streitpunkt Parkplätze

Der Gemeinderat konnte inzwischen über das weitere Vorgehen bezüglich Radwegen und Parkraum abstimmen, hat sich aber noch nicht auf ein klares Konzept geeinigt. Würde man einen breiten und komfortablen Radweg wählen, würden Hunderte von Parkplätzen wegfallen. Eine alternatives Konzept weist wiederum Sicherheitsmängel auf. Eines ist jedoch gleich: Die Baukosten belaufen sich für beide Varianten auf sechs Millionen Euro.

2026 soll zumindest mit dem barrierefreien Umbau der Haltestellen und der Sanierung der Gleise begonnen werden. Noch nicht geklärt ist, wohin die Reise bei den Parkanlagen in Karlsruhe geht. Hier stehen sich nach wie vor zwei Parteien gegenüber, die sich nicht auf ein Konzept einigen können. Das kann in Zukunft nicht so bleiben, denn auch die Karlsruher Kriegsstraße braucht endlich eine Lösung.