
Von der Spätzlepresse bis zum Porzellanschatz: Bei Karlsruhes bekanntestem Flohmarkt kann man ab Donnerstag wieder einzigartige Schnäppchen für kleines Geld ergattern und gleichzeitig etwas Gutes tun.
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren für Karlsruhes bekanntesten Flohmarkt. Hunderte Ehrenamtliche sortieren Schätze für den guten Zweck in der Schwarzwaldhalle.
Ehrenamt mit Herz, Reset für den Kopf: Warum Hunderte hier freiwillig anpacken
Die Kartons türmen sich, die ersten Stände stehen: Der legendäre Karlsruher Pfennigbasar bereitet sich auf seine 56. Runde vor. Ab Donnerstag öffnet Karlsruhes bekanntester Flohmarkt wieder für Schnäppchenjäger in der Schwarzwaldhalle. Bevor die Besucher jedoch heranströmen, herrscht emsiges Treiben hinter den Kulissen. Zwischen 500 und 600 Ehrenamtliche sind im Einsatz, um die gespendeten Schätze zu sortieren und zu präsentieren. Viele der Helfer sind bereits seit Jahrzehnten mit Leidenschaft dabei und nehmen sich extra Urlaub für die gute Sache. Für sie ist die gemeinsame Arbeit wie ein kleiner mentaler Reset vom Alltag, bei dem jeder Handgriff sitzt und die Gruppe wie ein gut geöltes Uhrwerk funktioniert.
Die Bandbreite der Spenden ist dabei riesig. Von der allgegenwärtigen Spätzlepresse über Markengeschirr bis zu kuriosen Fundstücken wie einem Plastik-Skelett ist alles dabei. Die Sortierer staunen immer wieder über wahre Schätze zwischen den Alltagsgegenständen – zuletzt etwa über eine wertvolle Meissener Terrine. Aber auch der Zeitgeist zeigt sich in den Kisten: Immer mehr Plastikdosen werden abgegeben, da viele Haushalte auf nachhaltigere Materialien umsteigen.
Von der Spätzlepresse bis zum Skelett: Die kuriosesten Fundstücke – für den guten Zweck
Der größte Reiz des Basars liegt jedoch im guten Zweck. Seit 1968 sammelt der Internationale Frauenclub Karlsruhe mit diesem Event Spenden für soziale Projekte in der Stadt und hat bereits über 4,7 Millionen Euro weitergeben können. Das Motto lautet: Von Karlsruhern für Karlsruher.
Besonders in Zeiten knapper Kommunalkassen bekommt dieser karitative Gedanke einen noch größeren Stellenwert. Die bewusst niedrigen Preise sollen gezielt auch jüngere und ältere Menschen mit kleinem Budget ansprechen. Stöbern kann man am Donnerstag und Freitag, den 5. und 6. Februar, von 10 bis 13 Uhr und von 14:30 bis 18 Uhr. Am Samstag, den 7. Februar, hat der Basar von 10 bis 14 Uhr geöffnet. So verbindet der Kultflohmarkt Gemeinschaft, Nachhaltigkeit und Nächstenliebe zu einem einzigartigen Ereignis.
(Quellen: Pfennigbasar, Stadt Karlsruhe)














