Kahlschlag-Liste veröffentlicht: Karlsruhe muss Millionen einsparen

Eine Aufnahme aus der Luft vom Karlsruher Schloss, der Innenstadt und dem Zentrum. Man erkennt den Aufbau der Stadt und versteht, warum sie "Fächerstadt" genannt wird. Karlsruhe steckt in einer Finanzkrise und muss Stellen streichen.
Symbolbild © imago/Carmele/tmc-fotografie.de

In den kommenden Jahren muss die Stadt Karlsruhe Millionen einsparen. Nun sind die ersten Pläne durchgesickert, wie dies geschehen soll. Die Stadt hat eine Liste mit Einsparmaßnahmen veröffentlicht. Für viele Vereine und Bürger ist das eine Hiobsbotschaft.

Deutschland befindet sich in einer wirtschaftlich schwierigen Lage, und die Krisenstimmung breitet sich immer weiter aus. Nun muss auch die Stadt Karlsruhe Millionen einsparen und hat kürzlich eine Liste mit Einsparmaßnahmen veröffentlicht. Viele müssen jetzt sehr stark sein.

Karlsruhe muss Millionen einsparen – harte Streichliste durchgesickert

Der Oberbürgermeister von Karlsruhe, Dr. Frank Mentrup, hat eine für ihn sicherlich nicht ganz einfache Pressekonferenz gegeben. Gemeinsam mit der Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz musste er die harte Wahrheit aussprechen. Trotz einer hervorragenden Gewerbesteuer im direkten bundesweiten Vergleich klafft ein Loch in der Haushaltskasse, meint Mentrup auf der Pressekonferenz. Und es kommt noch dicker, das Defizit geht noch weiter nach oben. Mittlerweile sind es 70,6 Millionen Euro. Ein Zustand, der so nicht bleiben kann.

Die nächsten Jahre werden nicht leicht: Karlsruhe muss unbedingt im großen Rahmen sparen. Vielleicht hat der Oberbürgermeister deshalb in Verbindung mit der Streichliste auch von der „Liste des Grauens“ gesprochen. Es liegen fast 400 Vorschläge zum Sparen vor. Konkret sind es 367 Pläne, mit denen sich jährlich 80 Millionen Euro einsparen ließen. Was nun folgt, ist eine nicht ganz einfache Diskussion über den Sinn und Unsinn der einzelnen Vorhaben. Grundsätzlich hat dann der Gemeinderat über die konkreten Pläne zu entscheiden.

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Keine Frage: Nun zittern viele gemeinnützige Vereine und auch der Kulturbereich in Karlsruhe wackelt, denn die Institutionen sind auf die städtischen Zuschüsse angewiesen, um zu überleben. Doch die Finanzierung fällt wohl eher dünn aus, sonst könnte die Stadt keine so enormen Mengen einsparen. Jetzt heißt es abwarten und Daumen drücken, dass der eigene Verein oder das eigene Projekt nicht davon betroffen sind. Eines steht aber fest: Jeder Bürger wird etwas von den Einsparungen bemerken, die Karlsruhe in den nächsten Jahren umsetzen muss.