
In Karlsruhe wächst der Druck auf die Politik. Rund 2.600 Bürger unterstützen inzwischen den Wunsch nach einem neuen Hallenbad im Stadtteil Neureut. Mit ihrer Unterschrift wollen sie erreichen, dass das Projekt trotz angespannter Haushaltslage nicht aufgeschoben wird.
Hintergrund ist das in die Jahre gekommene Adolf-Ehrmann-Bad, das langfristig durch einen modernen Ersatzneubau ersetzt werden soll. Nach den bisherigen Planungen soll das neue Hallenbad primär dem Schulschwimmen, Vereinen und dem Breitensport zugutekommen. Gleichzeitig würde es das Angebot für den Karlsruher Norden deutlich verbessern.
Millionenprojekt soll jetzt gelingen: Tausende Bürger machen Druck auf die Stadt
Ein erster Versuch, Fördergelder des Bundes für das Millionenprojekt zu erhalten, blieb jedoch ohne Erfolg. Aufgeben möchte die Stadt deshalb nicht. Karlsruhe beteiligt sich erneut am Interessenbekundungsverfahren des Bundesprogramms zur Sanierung kommunaler Sportstätten und hofft dieses Mal auf einen Zuschuss von bis zu acht Millionen Euro. Die Gesamtkosten für den geplanten Neubau belaufen sich derzeit auf rund 17,5 Millionen Euro.
Ob das Hallenbad tatsächlich entsteht, hängt nun entscheidend von der Förderzusage aus Berlin ab. Sollte man Karlsruhe berücksichtigen, könnte das Projekt im Doppelhaushalt 2028/2029 umgesetzt werden. Bleiben die erhofften Millionen erneut aus, dürfte die Finanzierung deutlich schwieriger werden.
Vereine, Freizeit und Jugendförderung: Wichtiger Grundbaustein für Karlsruhe
Die Stadt Karlsruhe selbst muss sparen und kann derartige Projekte wohl in nächster Zukunft nicht stemmen. Dennoch lassen sich die Bürger nicht entmutigen und haben fast 3000 Unterschriften gesammelt. Es geht um ein Projekt, das weit über den Freizeitspaß hinausgeht. Die Vision lebt zumindest in den Köpfen der Unterstützer.
Für die Unterstützer steht dabei weit mehr auf dem Spiel als nur ein neues Gebäude. Sie sehen das Hallenbad als wichtigen Baustein für den Schwimmunterricht, den Vereinssport und die Freizeitgestaltung im Stadtteil. Mit den gesammelten Unterschriften machen sie deshalb deutlich, dass sie an dem Neubau festhalten und auf eine positive Entscheidung hoffen.
(Quellen: Stadt Karlsruhe, Gemeinderat Karlsruhe, Bäderbetriebe Karlsruhe)














