
Die Stadträte tagen über eine der wichtigsten und zugleich schmerzhaftesten Listen von Karlsruhe. Es geht um die Sparmaßnahmen, denn Karlsruhe braucht in den nächsten beiden Jahren 80 Millionen Euro. Nun werden auf einmal mehrere Sparmaßnahmen wieder gestrichen.
Karlsruhe geht es finanziell nicht gerade gut, es muss Geld her. Dennoch hat die Stadt mehrere Sparmaßnahmen gleich wieder gestrichen. Die Vorschläge wurden reihenweise abgelehnt.
Sparbetrag verfehlt: Karlsruher Stadträte lehnt Streichungen ab
Die Stadträte stimmen derzeit über die anstehenden Sparmaßnahmen ab und setzen dabei ungewöhnlich oft den Rotstift an. So erfolgt beispielsweise eine Abmilderung der Kürzung der Geschwister-Rabatte, auch gibt es weniger Streichungen im Kulturbereich. Doch das Sparziel, das Karlsruhe erreichen möchte, wird mit der aktuellen Liste um satte 5 Millionen verfehlt.
Die Ziele wären damit nicht erreicht. Was bleibt, ist ein Fehlbetrag. Nun muss sich das Gremium rund um Oberbürgermeister Frank Mentrup etwas einfallen lassen, um die fehlenden Millionen reinzuholen. Außerdem gäbe es wohl vom Land 16 Millionen Zuschuss, die Karlsruhe enorm weiterhelfen würden, heißt es von Seiten des Bürgermeisters.
Aufatmen in Karlsruhe: Schließungen und Kürzungen sind wieder vom Tisch
Für hitzige Diskussionen sorgten Einsparungen im Kulturbereich. Doch die Kürzungen treffen nun wohl deutlich weniger Institutionen, einige erhalten sogar höhere Zuschüsse. Was bleibt, sind die Kürzungen für das Zentrum für Kunst und Medien ebenso für das Staatstheater. Für Letzteres gibt es um die 2,5 Millionen weniger im Jahr. Für die Familien wichtig, der Geschwisterrabatt wird nicht vollständig gestrichen. Das Ganze möchte die Stadt nun einkommensabhängig gestalten. Was das bedeutet, wird sich konkret im folgenden Jahr herausstellen.
Außerdem eine Erleichterung, das Rheinstrandbad Rappenwört soll wohl nun doch nicht geschlossen werden. Zuletzt hatte sich eigens dafür sogar ein Förderverein und eine Bürgerinitiative gegründet. Karlsruhe bleibt weiter auf einem schwierigen Weg, Sparmaßnahmen durchzusetzen, die für die Bevölkerung auch noch vertretbar sind. So bleiben die nächsten Tage spannend und hoffnungsfroh für viele Institutionen, die noch auf der Sparliste stehen.
(Quellen: Stadt Karlsruhe, dpa)














