Karlsruhe führt neue Parkzonen ein – Anwohner zahlen 360 Euro

Eine Hand hält vor einem Parkautomaten ein Parkticket hoch. Im Hintergrund stehen parkende Autos auf dem Parkplatz. In Karlsruhe wird das Parken immer teurer.
Symbolbild © imago/Rolf Poss

In Karlsruhe wird das Bewohnerparken weiter ausgebaut. Die Stadt bereitet zusätzliche Bewohnerparkzonen vor und passt bestehende Bereiche schrittweise an. Für viele Anwohner bedeutet das künftig mehr Ordnung bei der Parkplatzsuche – allerdings auch deutlich höhere Kosten.

Ein Bewohnerparkausweis kostet inzwischen 360 Euro pro Jahr. Damit hat sich die Gebühr gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Wer in einer Bewohnerparkzone wohnt und dort regelmäßig sein Fahrzeug abstellen möchte, benötigt den Ausweis, sofern die entsprechenden Parkregelungen gelten.

Parken für die Bürger kostet 360 Euro – neue Parkzonen

Ein wichtiger Punkt sorgt dabei immer wieder für Missverständnisse: Der Bewohnerparkausweis garantiert keinen eigenen Stellplatz. Er berechtigt lediglich dazu, innerhalb der jeweiligen Parkzone auf den dafür vorgesehenen Flächen zu parken. Gerade in dicht bebauten Vierteln kann die Parkplatzsuche deshalb trotz Ausweis weiterhin schwierig bleiben.

Die Stadt verfolgt mit den neuen Bewohnerparkzonen mehrere Ziele. Einerseits sollen Anwohner bessere Chancen auf einen Parkplatz in Wohnortnähe erhalten. Andererseits möchte Karlsruhe den Parksuchverkehr reduzieren und verhindern, dass Pendler oder Langzeitparker die Wohngebiete dauerhaft als kostenlosen Parkplatz nutzen. Damit soll die Stadt auch ruhiger werden und zugleich vom lärmenden Verkehr befreit. Für viele Autofahrer hat diese Entscheidung einen bitteren Beigeschmack.

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Bewohnerparkzonen kommen in Karlsruhe – Gebühren steigen weiter

Die Einführung weiterer Bewohnerparkzonen erfolgt schrittweise. Bevor neue Bereiche eingerichtet werden, untersucht die Stadt unter anderem den Parkdruck und die örtlichen Gegebenheiten. Anschließend entscheidet der Gemeinderat über die Ausweisung der jeweiligen Zone. Bereits feststehende Bereiche werden nach und nach umgesetzt.

Für Menschen mit geringem Einkommen gibt es eine Entlastung. Inhaber des Karlsruher Passes können sich unter bestimmten Voraussetzungen die Hälfte der Jahresgebühr erstatten lassen. Wer künftig in einer Bewohnerparkzone lebt und sein Auto regelmäßig im öffentlichen Straßenraum abstellen möchte, muss die zusätzlichen Kosten einkalkulieren. Mit 360 Euro pro Jahr gehört Karlsruhe inzwischen zu den Städten in Baden-Württemberg mit den höchsten Gebühren für einen Bewohnerparkausweis.

Quellen: Stadt Karlsruhe, ordnungsamt, Verkehrsbehörde, dpa