Karlsruhe greift gegen Autoposer durch – jeder Dritte fällt auf

Auf dem Bild ist eine Reihe von Sportwagen zu sehen, die hintereinander vor einer Straße stehen. Die Fahrzeuge fallen durch ihr sportliches Design und ihre auffällige Erscheinung auf.
Symbolbild © imago/Oliver Langel

Polizei und Ordnungsämter führen in Deutschland regelmäßig Verkehrskontrollen durch. Dabei überprüfen Einsatzkräfte nicht nur die Geschwindigkeit, sondern achten auch auf andere Verstöße im Straßenverkehr.

Karlsruher Verkehrskontrolle deckt zahlreiche Verstöße auf

Auch in Karlsruhe überprüfen Polizei und Ordnungsamt regelmäßig den Straßenverkehr. Bei der gemeinsamen Aktion am 4. September nahmen die Einsatzkräfte mehrere Bereiche der Innenstadt in den Blick. Dazu gehörten der Europaplatz, die Stephanienstraße, die Amalienstraße und das Gebiet rund um den Erbprinzenhof. Zwischen 17.30 Uhr und 2 Uhr kontrollierten sie 108 Fahrzeuge. Dabei stellten sie 34 Verstöße fest. Neben zu hoher Geschwindigkeit ging es auch um Lärm, Abgase und illegales Tuning. In der Stephanienstraße gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde. Bei den Messungen stellten die Einsatzkräfte 28 Fahrzeuge fest, deren Fahrer schneller unterwegs waren.

Karlsruhe greift gegen Autoposer durch

Geschwindigkeitsmessungen gehören zu den wichtigen Bestandteilen einer Verkehrskontrolle. Die Polizei kann dadurch feststellen, ob Autofahrer die geltenden Vorgaben beachten. Bei der Kontrolle in Karlsruhe nahm die Polizei auch sogenannte Autoposer genauer unter die Lupe. Der Begriff bezeichnet Autofahrer, die mit ihren Fahrzeugen bewusst Aufmerksamkeit erregen wollen. Dabei können etwa laute Motorengeräusche, unnötiges Beschleunigen oder Veränderungen am Fahrzeug auffallen. Auch illegales Tuning kann dazugehören. Genau solche Verstöße überprüften die Einsatzkräfte bei ihrer gemeinsamen Aktion. Sie achteten deshalb unter anderem auf vermeidbaren Fahrzeuglärm, Abgasbelästigungen und unerlaubte Veränderungen. Darüber hinaus registrierten die Beamten eine Trunkenheitsfahrt. In zwei Fällen untersagten sie die Weiterfahrt, zudem stellte die Polizei ein Fahrzeug sicher. Bei einem weiteren Einsatz leistete eine Person Widerstand gegen die Vollstreckungsbeamten.

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Nicht nur fahrende Autos standen im Mittelpunkt der Aktion. Auch die Regeln für das Abstellen von Fahrzeugen überprüften die Einsatzkräfte. Dabei kamen 59 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten zusammen, zudem mussten fünf Fahrzeuge abgeschleppt werden. 19 der Anzeigen betrafen Lärm- und Abgasverstöße. Bei den übrigen Fällen ging es unter anderem um unerlaubte Zufahrten zur Fußgängerzone sowie um Verstöße gegen Halt- und Parkvorschriften.

(Quellen: Stadt Karlsruhe, Polizei KA, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)