
Mit einem Rekordtief von unter drei Metern erreicht der Rhein-Pegel bei Karlsruhe einen neuen Tiefstwert. Während die Stadt in großer Sorge ist, soll dies jedoch noch nicht alles gewesen sein. Es soll noch schlimmer kommen.
Immer noch ist kein Regen in Sicht. Die anhaltende Hitze sorgt nun dafür, dass der Rhein-Pegel bei Karlsruhe bei einem neuen Rekordtief angelangt ist. In den nächsten Tagen soll er sogar noch weiter sinken.
Deutschland hofft auf Regen: Flüsse trocknen immer weiter aus
Deutschlandweit sorgt ein einheitliches Problem für Alarm bei Experten und der Bevölkerung. Das Jahr 2026 zeichnet sich bisher durch enorme Trockenheit aus. Starke Regenfälle, die die Böden einmal richtig durchfeuchten und die Wasserpegel der Seen und Flüsse endlich wieder ansteigen lassen, lassen bislang auf sich warten. Dies hat in vielen Regionen des Landes zur Folge, dass die Pegel immer weiter sinken. An einigen Stellen des Rheins beispielsweise wurde der Fährbetrieb bis auf Weiteres eingestellt. Aufgrund der niedrigen Wasserstände müssen auch die Ladungen der Güterschiffe angepasst werden. Sie dürfen teilweise nur noch zu einem Viertel beladen werden.
Rhein-Pegel auf Rekordtief: Bei Karlsruhe steigt die Sorge
Der Rhein am Pegel Maxau bei Karlsruhe hat infolge anhaltender Trockenheit einen extrem niedrigen Wasserstand erreicht. Am Samstag fiel der Wert erstmals seit über 50 Jahren kurzzeitig unter die Drei-Meter-Marke auf bis zu 2,93 Meter. Für den August, in dem das historische Mittel sonst bei etwa fünf Metern liegt, ist diese frühe Extremlage außergewöhnlich. Zwar pendelte sich der Wert kurzzeitig wieder knapp über drei Metern ein. Die Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg prognostiziert jedoch für die Nacht auf Montag einen weiteren massiven Rückgang auf rund 2,80 Meter. Vom Jahrhunderttief am 28. Januar 1885 mit 2,31 Metern ist der Fluss zwar noch ein Stück entfernt, doch der jüngere historische Tiefstand vom März 1963 mit 2,89 Metern könnte bei anhaltender Trockenheit bald unterschritten werden.
Die Folgen wären drastisch. Große Frachtschiffe können den Oberrhein nur noch mit einem Bruchteil ihrer Ladekapazität befahren, um Grundberührungen zu vermeiden. Das Fahrgastschiff MS Karlsruhe musste wegen des Niedrigwassers den Betrieb vorerst komplett einstellen. Neben dem Schifffahrtsengpass meldet das Niedrigwasser-Informationszentrum (kurz: NIZ) kritisch hohe Wassertemperaturen von rund 25 Grad, was die Fischbestände und das gesamte Ökosystem extrem belastet. Deshalb wartet Deutschland dringend auf richtige Regenfälle, die für stabile Feuchtigkeit und hohe Pegel sorgen. Davon ist bislang jedoch noch nichts in Sicht.
(Quellen: Stadt Karlsruhe, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














