
Nach dem Ende der Bauarbeiten in der Herrenstraße steht nun fest: Die beliebten Stellplätze kommen nie wieder zurück. Autofahrer müssen sich auf eine neue Realität einstellen.
Ein Stück Innenstadt verändert sein Gesicht – und viele Autofahrer dürften darüber alles andere als begeistert sein. Was jetzt endgültig verschwindet, sorgt für Ärger.
Die Baustelle geht – doch die Stellplätze bleiben weg
Lange war die Herrenstraße in Karlsruhe von Bauarbeiten geprägt. Absperrungen, Maschinen und Einschränkungen gehörten zum Alltag. Doch wenn das Baufeld am Bundesgerichtshof im Oktober verschwindet, wartet auf Autofahrer eine Überraschung: Die Straße wird zwar wieder vollständig nutzbar sein – die früheren Parkplätze kommen aber nicht zurück. Die Stadt Karlsruhe hat klargemacht, dass die Stellflächen nicht wieder eingerichtet werden. Für viele Anwohner und Besucher der Innenstadt ist das eine bittere Nachricht. Gerade in einer Zeit, in der die Parkplatzsuche ohnehin zunehmend schwierig wird, sorgt der dauerhafte Wegfall für Frust.
Doch nicht nur das Angebot an Stellplätzen sorgt aktuell für Diskussionen. Auch die Kosten rund ums Auto steigen in Baden-Württemberg kräftig an. Besonders hart trifft es viele Bewohner von Städten, die auf einen Anwohnerparkplatz angewiesen sind. Karlsruhe gehört inzwischen zu den teuersten Städten des Landes: Seit Ende März kostet das Bewohnerparken dort 360 Euro pro Auto und Jahr – damit liegt die Stadt an der Spitze. Zum Vergleich: In Pforzheim zahlen Bewohner derzeit lediglich 30,70 Euro jährlich.
Autofahrer müssen immer tiefer in die Tasche greifen
Auch wer nur kurz in die Innenstadt fährt, merkt den Preisanstieg. Beim öffentlichen Parken zählt Karlsruhe ebenfalls zu den Spitzenreitern in Baden-Württemberg. Im Stadtkern werden inzwischen sechs Euro pro Stunde fällig. Deutlich günstiger ist es dagegen in Pforzheim: Dort kostet eine Stunde Parken in der Innenstadt aktuell zwei Euro. Die Unterschiede zwischen den Städten sind groß – denn seit 2021 dürfen Kommunen in Baden-Württemberg die Gebühren für Bewohnerparken selbst festlegen.
Für Autofahrer bedeutet das: Wer sparen möchte, muss kreativ werden. Eine Möglichkeit ist, das Fahrzeug außerhalb der teuersten Zonen abzustellen und anschließend mit Bus oder Bahn weiterzufahren. Je nach Stadt und Parkzone lassen sich so mehr als ein Euro pro Stunde sparen.
(Quellen: Stadt Karlsruhe, Gemeinderat Karlsruhe)














