Karlsruhe: Tankpreise erreichen zum Ferienstart Rekordhoch

Im Vordergrund befinden sich zwei 500-Euro-Scheine. Im Hintergrund ist eine Anzeigentafel für Spritpreise zu sehen. Bei Diesel, E10, Super und Super Plus steht die Aufschrift "teuer".
Symbolbild © istockphoto/Stadtratte

Für viele Autofahrer wird der Start in die Ferien deutlich teurer als erwartet: Die Tankpreise erreichen zum Ferienbeginn in Karlsruhe ein Rekordhoch – doch wer clever tankt, kann einiges sparen.

Ferien, volle Straßen – und ein teurer Schock an der Zapfsäule: In Karlsruhe schnellen die Spritpreise nach oben. Doch viele Autofahrer lassen sich davon kaum bremsen.

Diesel macht den größten Sprung

Wer jetzt mit dem Auto in den Urlaub starten will, muss tief in die Tasche greifen. Pünktlich zum Ferienbeginn haben die Spritpreise in Karlsruhe, Ettlingen und Eggenstein ein Rekordniveau erreicht. Trotzdem verzichten nur wenige auf die geplante Fahrt in den Urlaub. Der Grund für die heftige Entwicklung liegt hauptsächlich beim Rohölpreis. Wegen des Krieges kletterte der Preis für ein Barrel zuletzt auf rund 100 US-Dollar. Diese Entwicklung kommt inzwischen mit voller Wucht an den Tankstellen in der Region an. Eine Auswertung des ADAC zeigt: Vor allem Karlsruhe gehört zu den Orten, in denen die Preise zuletzt deutlich anzogen. Besonders kräftig fiel der Aufschlag beim Diesel aus. In Karlsruhe verteuerte sich der Liter im Schnitt um rund sieben Cent. Bei Benzin waren es immerhin noch etwa vier Cent. In Pforzheim und Baden-Baden fiel der Preisanstieg dagegen moderater aus.

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Der ADAC sieht die Entwicklung kritisch. Die Organisation fordert das Bundeskartellamt auf, mögliche Wettbewerbsprobleme bei den Raffinerien genauer unter die Lupe zu nehmen. Für Autofahrer bleibt unterdessen die Frage: Wie lässt sich beim Tanken wenigstens ein Teil der Kosten sparen? Nach Angaben des ADAC lohnt es sich, möglichst kurz vor 12 Uhr mittags zu tanken. Danach steigen die Preise an vielen Zapfsäulen häufig sprunghaft. Auch der Vergleich verschiedener Tankstellen kann sich auszahlen: Bis zu elf Cent pro Liter können zwischen den Anbietern liegen.

Mit E10 und dem richtigen Zeitpunkt sparen

Auch beim Kraftstoff selbst gibt es Sparpotenzial. Wer ein Auto fährt, das nach 2010 gebaut wurde, kann prüfen, ob statt des meist rund fünf Cent teureren E5-Benzins auch E10 infrage kommt. Die entsprechenden Fahrzeuge vertragen den Kraftstoff in der Regel problemlos.

Für Transparenz sorgt die Markttransparenzstelle. Verbraucher können online die aktuellen Preise sämtlicher Tankstellen in Deutschland vergleichen. Laut ADAC haben sich die Preisschwankungen dadurch zunehmend über den Tagesverlauf verteilt. Trotzdem bleibt der Blick auf die Zapfsäule ernüchternd. Neben dem aktuellen Anstieg macht sich auch der Wegfall des Tankrabatts von rund 17 Cent je Liter bemerkbar.

(Quellen: ADAC, Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K), Bundeskartellamt)