
Immer wieder gibt es Gegenstände, die auf ihren wahren Besitzer warten und die keiner abholt. In Karlsruhe winken jetzt wahre Schnäppchen, denn die Stadt versteigert Fundsachen und wahre Kleinschätze.
In vielen Regionen verstauben herrenlose Gegenstände oft monatelang in den Depots. Aber nun trennen sich die Behörden von den angesammelten Schätzen und hoffen auf eine hohe Beteiligung bei der anstehenden Aktion.
Diese Fundstücke kommen jetzt unter den virtuellen Hammer
Im Karlsruher Fundbüro liegen immer wieder Gegenstände, die niemand abgeholt hat. Einige davon landen nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist nicht einfach im Depot, sondern auf einer ungewöhnlichen Einkaufsliste für Schnäppchenjäger. Die nächste Fundsachen-Versteigerung in Karlsruhe startet im Oktober. Das Angebot umfasst unter anderem Fahrräder, Smartphones, Uhren, Schmuck und Brillen. Eine Vorschau auf die Artikel beginnt bereits am 17. September 2026. Die Auktion läuft über das Portal „Sonderauktionen“. Interessierte können die angebotenen Gegenstände vorab online ansehen und sich mit einer kurzen Registrierung für die Teilnahme vorbereiten.
Ungewöhnlich ist das Countdown-Prinzip. Damit startet der Preis auf einem höheren Niveau und sinkt während der zehntägigen Auktion Schritt für Schritt. Wer früh kauft, zahlt möglicherweise mehr. Wer wartet, riskiert dagegen, dass ein anderer Teilnehmer vorher zugreift. Für Schnäppchenjäger lohnt deshalb ein vorher festgelegtes Preislimit. Gerade bei gebrauchten Elektronikartikeln sollte der mögliche Zustand in die eigene Kalkulation einfließen. Die Stadt übernimmt für Beschaffenheit und Vollständigkeit der Fundstücke keine Gewähr. Wer selbst etwas verloren hat, sollte ebenfalls einen Blick auf das virtuelle Fundbüro werfen. Karlsruhe bewahrt Fundsachen grundsätzlich sechs Monate auf.
Fundsachen Karlsruhe: Jetzt beginnt der Countdown für die Schnäppchen
Die eigentliche Auktion findet vom 15. bis 24. Oktober 2026 statt. Auf der Liste stehen neben Fahrrädern und Smartphones auch Schmuck, Uhren und weitere Fundgegenstände. Nach dem Zuschlag folgt die Bezahlung ausschließlich per Banküberweisung. Für sperrige Sachen wie Fahrräder, E-Roller oder Kindertretroller nennt die Stadt die Abholung am 4. und 5. November 2026 in der Danziger Straße 2.
Versand ist bei Artikeln zur Selbstabholung nicht vorgesehen. Eine schriftlich bevollmächtigte Person kann das Fundstück allerdings für den erfolgreichen Bieter abholen. Den konkreten Abholhinweis erhalten die Gewinner nach Auktionsende per E‑Mail. Der Hintergrund der Versteigerung ist ebenfalls interessant: Meldet sich ein Eigentümer innerhalb der vorgeschriebenen sechs Monate nicht, können Fundsachen in Karlsruhe in das Eigentum der Stadt übergehen und später versteigert werden. Für Käufer bedeutet das hauptsächlich eines: Wer ein interessantes Fundstück entdeckt, sollte Zustand, Abholung und Preis gemeinsam betrachten.
(Quellen: Stadt Karlsruhe)














