
Es ist wieder soweit: In Karlsruhe geht ein bekanntes Protestcamp in die nächste Runde. Trotz vieler Vorwürfe werden auch in diesem Jahr rund 1.000 Teilnehmer von den Organisatoren erwartet.
Der Klimawandel ist in aller Munde, und mittlerweile machen sich viele Menschen im Rahmen verschiedener Gruppen für die Umwelt und eine lebenswerte Zukunft stark. Jetzt findet in Karlsruhe wieder ein Camp mit rund 1.000 Teilnehmern statt.
Hunderte Menschen reisen nach Karlsruhe, um teilzunehmen
In Anbetracht der anhaltenden Hitze diesen Sommer betrachten viele Menschen den Klimawandel als unumstößliche Wahrheit. Viele Deutsche wollen langfristige Veränderungen in der Gesellschaft sowie der Politik, um Extremwetter, schmelzende Pole und Erderwärmung weiter zu verhindern. Doch längst nicht alle sind davon überzeugt, dass eine Veränderung wirklich notwendig ist.
Um das zu ändern, machen immer mehr Gruppen im Rahmen der anhaltenden Klimarechtsbewegung durch Proteste auf sich und ihre Forderungen aufmerksam. Dazu gehört auch das System Change Camp, wobei es sich um ein selbstorganisiertes bewegungsübergreifendes Bildungs- und Vernetzungscamp handelt. Auch in diesem Jahr soll es wieder in Karlsruhe stattfinden. Die Veranstalter rechnen mit rund 1.000 Teilnehmern in der Günther-Klotz-Anlage. Gemeinsam wollen die dann auch bei der fünften Runde innerhalb der Zeltstadt durch Vorträge, Diskussionsveranstaltungen und kulturelle Aktionen informieren.
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Rund 1.000 Teilnehmer stellen ab heute ihre Zelte auf und bleiben bis zum 27. August vor Ort. Wie in den letzten Jahren haben sich die Veranstalter einiges an Programm einfallen lassen. So sollen innerhalb der Veranstaltungswoche 157 Programmpunkte in 8 dafür vorgesehenen Zelten stattfinden. Thematisch ist alles dabei. So soll es um Kritik am Kapitalismus, Antirepression, Care-Arbeit und Inklusion gehen.
Aufgrund dessen, dass jüdische Aktivisten bei vergangenen Camps angegriffen wurden, hatten die Veranstalter mit Antisemitismus-Vorwürfen zu kämpfen. Sie positionieren sich daher auch in diesem Jahr klar gegen den Antisemitismus und bekräftigen Solidarität mit Palästina. Betroffene sollen sich während des Camps in einem respektvollen Rahmen austauschen können. Dazu wird sogar extra eine Antidiskriminierungs-AG angeboten, bei der Interessierte an Sprechstunden teilnehmen können. Wer mitmachen möchte, kann laut aktuellen Informationen selbst auf dem Gelände zelten und auch mit dem Wohnwagen anreisen.
(Quellen: Stadt Karlsruhe, System Change Camp, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














