
Gute Nachrichten für Radfahrer in der Fächerstadt: Obwohl die Stadt spart, hält Karlsruhe an Leihrädern fest. Pendler und Studierende können das Angebot weiterhin wie gewohnt nutzen.
Die Entscheidung im Rathaus sorgt bei vielen Menschen für Erleichterung. Wer im Alltag auf die flexiblen Fahrzeuge angewiesen ist, kann sein Auto auch in Zukunft getrost stehen lassen.
Schon seit Jahren etabliert: Karlsruhe führt Leihräder ein
Bereits im Jahr 2013 startete in der Karlsruher Innenstadt das Leihradsystem unter dem Namen „Fächerrad“ mit damals 350 Fahrrädern. Dieses wurde von Beginn an im Hintergrund von der Nextbike-Gruppe betrieben. Das Fahrradverleihsystem in Karlsruhe gibt es in seiner heutigen Form als „KVV.nextbike“ seit dem 18. März 2019. In diesem Monat übernahm der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) das System, weitete es auf das Umland aus und ersetzte die bisherige Flotte komplett durch die neuen Nextbike-Räder. Anhand von verschiedenen Tarifen und Vergünstigungen können Bürger und Gäste der Fächerstadt diese nachhaltige Art der Fortbewegung nutzen und zahlen annehmbare Preise.
Karlsruhe hält an Leihrädern fest
Der Karlsruher Gemeinderat hat im August 2026 für einen neuen Rahmenvertrag mit dem Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) gestimmt. Damit will man den Fortbestand des Fahrradverleihsystems „KVV.nextbike“ ab März 2027 für weitere sechs Jahre sichern. Im Zuge der Haushaltskonsolidierung hat die Stadt den städtischen Zuschuss jedoch drastisch gekürzt. Der jährliche finanzielle Zuschuss der Stadt Karlsruhe wird von bislang 270.000 Euro auf zukünftig 75.000 Euro pro Jahr gesenkt. Damit wurde ein zuvor verankerter Sperrvermerk im Doppelhaushalt aufgehoben.
Da der aktuelle Vertrag Ende Februar 2027 ausläuft, wurde die Stadtverwaltung bevollmächtigt, die KVV mit einer neuen Vergabe des Bike-Sharing-Systems zu beauftragen. Die Neuregelung wurde mehrheitlich von den Fraktionen Grüne, SPD, Volt, KAL und Die Linke sowie einzelnen Stadträten getragen. Sie sehen im Leihradsystem einen unverzichtbaren Baustein für die nachhaltige Mobilität und die Attraktivität der Stadt. Da die Stadt Karlsruhe ihren Anteil stark zurückschraubt, müssen die Studierendenschaften einen deutlich größeren Teil der Grundfinanzierung stemmen, um das vollsolidarische „Campusbike“-Modell zu sichern. Der integrierte Betrag im Semesterbeitrag, der zuvor bei 2,70 Euro lag, steigt für den Erhalt der unbegrenzten 30-Minuten-Freifahrten voraussichtlich auf bis zu acht Euro pro Semester.
(Quellen: Stadt Karlsruhe, Gemeinderat)














