
Nach monatelanger Unsicherheit gibt es für viele Familien in Karlsruhe endlich eine wichtige Nachricht. Die meisten Kitas der insolventen Träger Pro-Liberis und Lenitas sollen erhalten bleiben. Für Eltern bedeutet das vor allem Planungssicherheit. Für einen Teil der Beschäftigten endet die Rettung jedoch bitter: Rund 65 Menschen verlieren im Zuge der Neuaufstellung ihren Arbeitsplatz.
Die beiden Karlsruher Kita-Träger hatten Anfang Februar Insolvenz angemeldet. Betroffen waren 18 Kitas in Karlsruhe sowie weitere Einrichtungen in der Region. Insgesamt ging es um weit mehr als 1.000 Betreuungsplätze und mehrere Hundert Beschäftigte. Für Eltern war die Situation besonders belastend, weil lange unklar blieb, wie es mit den Einrichtungen weitergeht.
Nach Übernahme und Kita-Pleite in Karlsruhe: Stellen müssen wegfallen
Die Zukunftsschmiede gGmbH übernimmt den Großteil der Strukturen und soll den Betrieb stabil weiterführen. Damit bleibt der überwiegende Teil der Betreuungsplätze erhalten. Auch rund 550 von bisher knapp 620 Arbeitsplätzen sollen gesichert werden. Gleichzeitig werden jedoch Stellen abgebaut, um die wirtschaftliche Zukunft der Einrichtungen zu sichern.
Nach Angaben der Verantwortlichen sollen die Kündigungen so sozialverträglich wie möglich umgesetzt werden. Betroffen sind vorwiegend Bereiche, in denen es nach der Neuaufstellung Doppelstrukturen gibt. Für die Familien steht dagegen im Vordergrund, dass die Betreuung der Kinder nicht erneut ins Wanken gerät.
Eltern in großer Sorge um die Betreuung ihrer Kinder
Die Insolvenz hatte in Karlsruhe für große Verunsicherung gesorgt. Viele Beschäftigte mussten zeitweise auf Gehälter warten. Eltern fragten sich, ob ihre Kinder weiter betreut werden können. Die Stadt Karlsruhe hatte früh betont, dass die betroffenen Einrichtungen wichtig für die Kinderbetreuung in der Stadt sind und der Prozess konstruktiv begleitet werde.
Für Karlsruhe ist die Entwicklung besonders bedeutend. Kita-Plätze sind in vielen Städten ohnehin knapp. Wären zahlreiche Einrichtungen weggefallen, hätte das Familien, Arbeitgeber und die Stadt vor massive Probleme gestellt. Die Rettung verhindert nun einen deutlich größeren Einschnitt im Betreuungsangebot. Trotzdem bleibt ein bitterer Beigeschmack. Während die meisten Kitas weiterlaufen können, zahlen 65 Beschäftigte den Preis für die Sanierung.
(Quellen: Stadt Karlsruhe, Schultze & Braun, Pro-Liberis, Lenitas, Zukunftsschmiede gGmbH)













