
Bei den eisigen Temperaturen würden die wenigsten auf die Idee kommen, in das momentan eiskalte Wasser zu steigen. Doch traditionsgemäß schwimmen einige Karlsruher wieder im eisigen Baggersee.
Während viele Menschen den Neujahrstag lieber warm eingepackt auf dem Sofa verbringen, zieht es andere in Karlsruhe ins Freie – genauer gesagt ins eiskalte Wasser. In mehreren Baggerseen der Region haben sich auch in diesem Winter wieder Gruppen Karlsruher versammelt, um das neue Jahr mit einem Bad bei niedrigen Temperaturen zu beginnen.
Bei eisigen Temperaturen: Karlsruher schwimmen im eisigen Baggersee
Trotz der frostigen Luft und des kalten Wassers steigen die Teilnehmenden entschlossen ins Gewässer. Am Ufer gehören dicke Mäntel, Wollmützen und Bademäntel zum gewohnten Bild. Nach wenigen Minuten im Wasser geht es schnell zurück an Land, wo warme Kleidung, heiße Getränke und gegenseitige Ermutigung warten. Für viele gehört dieses Ritual fest zum Jahresbeginn dazu.
Das sogenannte Eisbaden hat in den vergangenen Jahren an Beliebtheit gewonnen. Auch in Karlsruhe und Umgebung treffen sich regelmäßig Menschen, die das Schwimmen bei niedrigen Temperaturen als sportliche Herausforderung oder bewusstes Naturerlebnis sehen. Einige betreiben das Winterbaden ganzjährig und bereiten sich gezielt darauf vor. Andere kommen nur einmal im Jahr, um sich selbst zu überwinden oder um gemeinsam mit Freunden etwas Besonderes zu erleben.
Risiken nicht unterschätzen – Eisbaden im Karlsruher Baggersee
Das gemeinsame Überwinden der Kälte schafft Verbundenheit und sorgt für Gespräche und Austausch am Ufer. Für viele ist es ein symbolischer Start ins neue Jahr: bewusst, mutig und außerhalb der gewohnten Komfortzone. Gleichzeitig weisen Experten auf mögliche Risiken hin. Kaltes Wasser kann den Kreislauf stark belasten, insbesondere für ungeübte Personen. Deshalb wird geraten, sich nur kurz im Wasser aufzuhalten, auf den eigenen Körper zu hören und nicht allein zu baden.
In Karlsruhe erfolgen solche Aktionen meist in informellen Gruppen, in denen gegenseitige Rücksichtnahme selbstverständlich ist. Ob verrückt oder bewundernswert – für die Beteiligten ist das Eisbaden im Karlsruher Baggersee mehr als nur ein kalter Sprung ins Wasser. Es ist ein persönliches Ritual, ein Gemeinschaftserlebnis und für viele ein ungewöhnlicher, aber bewusster Start ins neue Jahr. In diesem Jahr waren es fast 200 Menschen, die zum Grötzinger Baggersee kamen, um in das eisige Wasser zu steigen. Mittlerweile hat diese Veranstaltung echten Kultstatus erreicht, und jedes Jahr werden es mehr.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, DLRG, Veranstalterinformationen zum Neujahrsschwimmen am Grötzinger See)














