Karlsruher Spezialität steht vor dem Aus – „gibt immer weniger“

Eine Markt-Händlerin steht an ihrem Obststand und verkauft Früchte an eine Kundin auf dem Wochenmarkt. Sie vertreibt außerdem noch hiesiges Gemüse aus der Region.
Symbolbild © imago/robertharding

Der Klimawandel geht auch an der Region Karlsruhe nicht ohne Folgen für die heimische Flora und Fauna vorbei. Nun droht einer Karlsruher Spezialität das Aus. Immer weniger Menschen kommen in deren Genuss. Die Zukunft ist ungewiss.

Tradition, Genuss und Regionalität: Das passt eigentlich wunderbar zusammen. Doch nun steht eine Karlsruher Spezialität vor dem Aus. Die Bürger sind besorgt.

Langsames Verschwinden – Karlsruher Spezialität vor dem Aus

Grundsätzlich hat die Landwirtschaft schon in den letzten Jahren unter Missernten gelitten. Daran wird sich auch in Zukunft kaum etwas ändern, und für einzelne Produkte, die in der Region wachsen, sieht es gar nicht gut aus. So ist zum Beispiel von einer Karlsruher Spezialität die Rede, die wohl vor dem Aus steht. Derzeit gibt es nur noch einen sehr begrenzten Bestand und viele Experten schlagen deshalb Alarm.

Wenn es so weitergeht, stirbt eines der leckersten Wahrzeichen aus, das die Region zu bieten hat. Die Rede ist von Äpfeln. Viele werden sich an dieser Stelle fragen, wie das sein kann, schließlich sind die Supermärkte voll von Äpfeln und Birnen und anderen Obstsorten, die gerade Saison haben. Doch die Rede ist von den alten Apfelsorten, die immer seltener werden. Sie finden kaum noch den Weg in die hiesigen Supermärkte.

„Extremes Klima“: Gefährdung für den gesamten Landkreis Karlsruhe 

Das hat sich bei der aktuellen Ernte auf den Streuobstwiesen im Landkreis Karlsruhe gezeigt. Noch gibt es die alten Apfelsorten, aber das könnte sich bald ändern. Denn eine Karlsruher Spezialität steht vor dem Aus. Sie tragen klangvolle Namen wie Brettacher oder auch Berlepsch. Viele dieser Äpfel werden vor allem für Säfte und zur Weiterverarbeitung angebaut und zeichnen sich durch einen sehr vollmundigen und runden Geschmack aus. Inzwischen gibt es auch wissenschaftliche Belege dafür, dass gerade empfindliche Menschen und Allergiker diese alten Apfelsorten deutlich besser vertragen. Darüber hinaus wirken sich die Bäume, die diese alten Äpfel in der Region tragen, auch positiv auf den Naturschutz vor Ort aus. Denn sie bilden das Ökosystem, in dem bis zu 5.000 verschiedene Pflanzen und Tiere leben, wachsen und gedeihen.

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Gehen diese Apfelbäume verloren, hat das weitreichende Folgen für alle Lebewesen in der Umgebung. Vor allem der Klimawandel macht den alten Apfelbäumen zu schaffen, ebenso wie Schädlinge und extreme Temperaturschwankungen. Noch versucht man vor Ort, junge Bäume nachzupflanzen, leider bisher ohne großen Erfolg, denn auch diese vertrocknen meist. Sie sind nicht so widerstandsfähig gegen extreme Witterungsbedingungen wie zum Beispiel Neuzüchtungen. Außerdem ist es wichtig, sich um die Bäume zu kümmern, sie regelmäßig zu pflegen, zu beschneiden und auch in Trockenperioden zu bewässern, nur so kann man eine der Karlsruher Spezialitäten retten, die sonst wohl langfristig vor dem Aussterben steht.