Karlsruhes größtes Freibad gerettet – Bund zahlt 1,5 Millionen

Ein Luftbild eines Mega-Schwimmbades, in dem viele Badegäste in der Nähe von Karlsruhe planschen, schwimmen und Spaß haben. Die Sonne scheint, die Pool-Anlage ist groß und sauber. Die Eintrittspreise für Schwimmbäder steigen.
Symbolbild © imago/Hans Blossey

Monatelang wurde in Karlsruhe um die Zukunft des Rheinstrandbads Rappenwört gerungen. Wegen der angespannten Haushaltslage der Stadt stand sogar eine Schließung im Raum. Jetzt gibt es Hilfe aus Berlin: Rund 1,5 Millionen Euro fließen in die Modernisierung des traditionsreichen Freibads.

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat die Förderung am 23. September beschlossen. Das Geld stammt aus dem Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten. Für Karlsruhe ist die Zusage besonders wichtig, denn die Stadt kann notwendige Investitionen derzeit kaum allein stemmen.

1,5 Millionen Euro für Modernisierung: Karlsruhes größtes Freibad gerettet

In diesem Sommer konnte Rappenwört bereits nur eingeschränkt öffnen. Der Gemeinderat hatte sich im Frühjahr gegen eine ursprünglich diskutierte zweijährige Schließung entschieden. Stattdessen wurde ein reduzierter Betrieb beschlossen. Nur Teile des Bades öffneten von Pfingsten bis Ende August und auch nur an vier Tagen pro Woche. Mit dem Geld aus Berlin will man nun die technische Infrastruktur des Bades modernisieren. Geplant ist unter anderem eine neue Brauchwassererwärmung für die Umkleiden. Auch die Beheizung der technischen Bereiche während der kalten Jahreszeit erfährt eine Erneuerung.

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Die Stadt verfolgt dabei ein ehrgeiziges Ziel. Sie möchte das Rheinstrandbad künftig möglichst klimaneutral betreiben. Das könnte langfristig auch dabei helfen, Energie- und Betriebskosten zu reduzieren. Das Rappenwört gehört seit fast 100 Jahren zu Karlsruhe und ist das größte Freibad der Stadt. Entsprechend groß war der Widerstand, als wegen der Haushaltskrise eine vorübergehende Schließung diskutiert wurde. Ein Förderverein setzte sich ebenfalls für den Erhalt des Bades ein.

Trotz Millionenhilfe: Die Zukunft des Freibads bleibt ein Thema

Die Millionenförderung ist deshalb ein wichtiger Schritt für Rappenwört. Sie löst allerdings nicht automatisch sämtliche finanziellen Probleme des laufenden Betriebs. Karlsruhe muss dennoch weiterhin sparen, und schon bei der Entscheidung über den eingeschränkten Betrieb des Freibads im Jahr 2026 hatte der Gemeinderat deutlich gemacht, dass für die kommenden Jahre eine langfristig tragfähige Lösung benötigt wird.

(Quellen: Bund, Stadt Karlsruhe, SWR)