
Jetzt wird es richtig teuer: Die Straßen in Karlsruhe verfallen immer mehr. Die Menschen in der Stadt sind zunehmend verzweifelt und wissen nicht mehr, was sie tun sollen.
Auf den Straßen in Karlsruhe zeigen sich immer mehr Schäden. Viele Fahrbahnen haben bereits mehrere Jahrzehnte hinter sich und benötigen dringend eine Sanierung. Und das wird richtig teuer.
Hier müssen die Menschen tief in die Tasche greifen
Insgesamt liegt der Sanierungsbedarf von Karlsruhes Straßen inzwischen bei rund 270 Millionen Euro. Bleibt es bei den bisherigen Investitionen, dürfte sich die Situation in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Das Straßennetz in Karlsruhe umfasst rund 11,35 Millionen Quadratmeter. Etwa 7,22 Millionen Quadratmeter davon entfallen auf Fahrbahnen. Mehr als die Hälfte der Straßen ist älter als 50 Jahre, rund drei Viertel entstanden bereits vor 1995. Dieses hohe Alter macht sich inzwischen bemerkbar. Im Jahr 2024 gehörten rund 40 Prozent der Straßen zu den Zustandsklassen drei bis fünf. Im Jahr 2002 lag dieser Anteil noch bei rund 24,5 Prozent. Für Karlsruhe wird der zunehmende Verschleiß richtig teuer.
In der Weststadt und in Mühlburg findet man zahlreiche sehr alte Straßen. Dazu zählen unter anderem die Seydlitzstraße, der Laubenweg, der Feierabendweg, die Keplerstraße, der Heimgartenweg und die Zietenstraße. Einige dieser Verkehrswege entstanden bereits vor dem Jahr 1944. Je länger die Stadt notwendige Arbeiten aufschiebt, desto höher können die Kosten ausfallen. Damit wird es für Karlsruhe richtig teuer. Wie groß die Aufgabe ist, zeigt auch eine weitere Zahl. Der Bereich Straßenbetrieb des Karlsruher Tiefbauamts betreut nach Angaben der Stadt rund 1.300 Kilometer Straßennetz.
Experten werden immer verzweifelter
2025 steckte Karlsruhe bereits rund 6,2 Millionen Euro in die Straßenunterhaltung. Das reicht jedoch nicht, um den derzeitigen Zustand langfristig zu sichern. Modellrechnungen zeigen, dass die Stadt über einen Zeitraum von 21 Jahren jährlich rund 20 Millionen Euro einsetzen müsste, wenn sich der Zustand zumindest nicht weiter verschlechtern soll.
Wie akut manche Schäden bereits sind, zeigte sich zuletzt auch auf der Südtangente. Dort musste das Tiefbauamt im September 2026 einen Fahrbahnwulst an der Ausfahrt Kühler Krug abfräsen. Die Hitze der vorherigen Wochen hatte die Unebenheiten verstärkt. Solche kurzfristigen Reparaturen lösen das grundsätzliche Problem jedoch nicht. Ohne langfristige Sanierungen wird der Erhalt der Karlsruher Straßen richtig teuer.
(Quellen: Stadt Karlsruhe)














