
Ein ganzer Bach trocknet nahezu aus ‒ für Fische ist das ein sicheres Todesurteil. Fachleute gehen von einer Verschärfung der Lage in Baden-Württemberg aus. Der aufkommende Gestank dürfte demnach wohl nur eines der Probleme sein.
Der Sommer sollte Grund zur Freude geben, doch die diesjährige Saison fällt viel zu trocken aus ‒ und das hat dramatische Folgen. Unter anderem kommt es zum Fischsterben.
Fachleute sind alarmiert: Immer mehr Niedrigwassertage
Ob im Fluss, im Meer oder im See ‒ es kommt überall vor. Das Umweltbundesamt (UBA) beschreibt sogenanntes Niedrigwasser als ein natürliches Ereignis. Inzwischen sind Fachleute jedoch alarmiert: Nach Informationen des Niedrigwasser-Informationszentrums (NIZ) Baden-Württemberg gibt es bereits seit über zehn Jahren immer mehr Niedrigwassertage. Das hat wirtschaftliche und ökologische Folgen. Unter anderem müssen sich Güterschiffe zunehmend anpassen, da sie mit verringertem Tiefgang navigieren können. Ein Problem dabei: Weil die Frachtmenge pro Schiff sinkt, steigen die Kosten für den Transport erheblich an.
Gestank steigt auf: Ein Bach trocknet aus und führt zu toten Fischen
Dass die Wasserstände insbesondere in Baden-Württemberg seit mehreren Monaten sinken, liegt vor allem an der Trockenheit. Insgesamt hat es zu wenig geregnet. Das NIZ erklärt, dass sich die Lage zunächst wohl nicht entspannen wird. Demnach ist sogar mit einer Verschlechterung zu rechnen. Auch für Fische bleibt die Situation ein Problem: Viele Tiere sterben, etwa im Steinbach bei Baden-Baden. Dort beträgt die Wassertemperatur aktuell über 30 Grad ‒ und das Gewässer ist zudem nahezu ausgetrocknet. Auch wird vom sich ausbreitenden Gestank berichtet. Viel dagegen tun kann man derzeit wohl nicht.
Um die Trockenheit in Deutschland nicht zu verstärken, rät das UBA zu einem bewussten Umgang mit Trinkwasser. Unter anderem hilft es auch, den Wasserverbrauch im Garten zu reduzieren und Pflanzen so zu bewässern, dass keine Verschwendung stattfindet. Vor allem an besonders heißen Tagen ist ein sorgsamer Umgang mit Wasser gefragt. Grundsätzlich raten Experten dazu, die Naturoase am besten am späten Abend oder aber am frühen Morgen zu bewässern ‒ so nehmen die Pflanzen die Flüssigkeit auf, bevor sie verdunstet. Ob sich die Lage in Deutschland entspannt, bleibt vorerst wohl offen.
(Quellen: Fischereibehörde, zuständige Wasserbehörde)














