Knapp 200 Euro: Anwohnerparken in Karlsruhe wird bald teurer

Foto: Stadt Karlsruhe

Einwohner in Karlsruhe müssen bald deutlich tiefer in die Tasche greifen. Denn das Anwohnerparken wird bald deutlich teurer.

Wer in einer Stadt wohnt und in der Nähe seiner Wohnung parken möchte, benötigt einen Anwohnerparkausweis. Diese gibt es in vielen Städten für etwas mehr als 30 Euro im Jahr, also umgerechnet acht Cent am Tag. Doch diese Preisobergrenze wurde jetzt gekippt.

Anwohnerparken wird bald richtig teuer

Viele Kommunen haben ihre Gebühren für das Anwohnerparken bisher nicht angepasst. Die Anwohner halten es für gut, die deutsche Umwelthilfe jedoch äußert Kritik. Auch Karlsruhe nutzte bisher nicht den Maximalbetrag. Seit 2022 hebt die Stadt ihre Preise jedoch kräftig an.

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Seit 2022 kostet das Anwohnerparken in Karlsruhe 180 Euro pro Jahr. Also eine deutliche Steigerung gegenüber den 30 Euro früher. Die Stadt wollte sogar noch mehr Geld und plante eine schrittweise Erhöhung auf 360 Euro. Diese sollten im Jahr 2024 erhoben werden. Die Stadtverwaltung versprach sich dadurch Gebühreneinnahmen in Höhe von ca. 1 Million Euro für 2022 und 2023. Ab 2024 sollten dann jährlich sogar 2,1 Millionen Euro eingenommen werden. Doch der Gemeinderat lehnte dies ab und stimmte gegen die Beschlussvorlage. Eine Erhöhung von 360 Euro ist nicht verhältnismäßig, meint er.

Städte dürfen die Gebühren selbst festlegen

Diese Regelung gilt seit Juli 2021 in Baden-Württemberg. Seitdem ist die Obergrenze von 30,70 Euro jährlich nicht mehr gültig. Der Karlsruher Gemeinderat erhöht die Gebühr im Jahr 2022 auf 180 Euro jährlich.

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Nur zwei Städte sind noch teurer als Karlsruhe. In Ulm kostet der Anwohnerparkausweis ab 2023 jährlich 300 Euro. In Freiburg hob man die Kosten per Satzung auf 360 Euro an. Diese Regelung ist vorbildlich, meint die Deutsche Umwelthilfe.

Karlsruhe ist teuer

Mittlerweile drehten die meisten Städte in Baden-Württemberg an der Preisschraube und erhöhten die Kosten für den Anwohnerparkausweis. Jedoch sind die meisten günstiger als Karlsruhe.

Nur in wenigen Städten gab es bislang noch keine Preisveränderung. In Tübingen diskutiert man gerade darüber. In Stuttgart und Heilbronn gibt es derzeit noch keinen konkreten Vorschlag. Und in Pforzheim stellte man den Vorschlag erst einmal zurück.