Kontrolleure schlagen Alarm: Karlsruher Imbiss landet auf Ekelliste

Eine stark beanspruchte Küche in einer Gaststätte mit schmutzigen Pfannen und Töpfen. Es kann sich um eine Küche in einem Restaurant oder in einem Café handeln. Der hygienische Standard ist mangelhaft. Eine Kontrolle würde dies beanstanden.
Symbolbild © istockphoto/Photography By Tonelson

Ein beliebter Karlsruher Imbiss in der Innenstadt ist auf der offiziellen Ekelliste des Landes Baden-Württemberg aufgetaucht. Die Kontrolle der Hygiene schlug Alarm und dokumentierte bei einer Kontrolle zahlreiche Mängel. Diese waren nach Angaben der Behörde so gravierend, dass sie eine erhebliche Gefahr für die hergestellten Speisen darstellen konnten.

Betroffen ist der Imbiss „Mr. Dumpling & Noodle“ in der Karlsruher Innenstadt. Die Kontrolle fand bereits am 7. Mai 2026 statt. Dabei stellten die Kontrolleure eine Reihe von Verstößen gegen die lebensmittelrechtlichen Vorschriften fest. Besonders schwer wiegt nach Angaben der Behörde ein festgestellter Befall mit deutschen Schaben in den Betriebsräumen.

Zahlreiche Mängel bei dem Karlsruher Imbiss – Eintrag auf der Ekelliste

Weiterhin dokumentierten die Kontrolleure zahlreiche weitere Mängel. In der Küche sowie in Lagerbereichen wurden stark verschmutzte Geräte und Bedarfsgegenstände festgestellt. Außerdem beanstandete die Lebensmittelüberwachung die Lagerung verschiedener Lebensmittel. Nach Angaben der Behörde befanden sich offene Lebensmittel in ungeeigneten Bereichen, teilweise wurden vorgeschriebene Temperaturen nicht eingehalten.

Zusätzlich fanden die Kontrolleure Salatmischungen mit überschrittenem Verbrauchsdatum. In der amtlichen Veröffentlichung steht zudem, dass ein Mitarbeiter unmittelbar neben ungekühlter Hackfleischmasse geraucht haben soll. Nach Einschätzung der Behörde bestand durch die dokumentierten Zustände die Gefahr einer nachteiligen Beeinflussung der angebotenen Speisen. Die Veröffentlichung erfolgte auf der offiziellen Plattform Verbraucherinfo Baden-Württemberg. Dort werden Betriebe genannt, bei denen erhebliche Verstöße gegen lebensmittelrechtliche Vorschriften festgestellt wurden. Ziel der Regelung ist es, Verbraucher über schwerwiegende Hygienemängel zu informieren.

Lesen Sie auch
Nach Badeunfall: Freibad bei Karlsruhe öffnet wieder seine Tore

Mängel sofort beseitigen lassen – Hygiene-Kontrolleure schlagen Alarm

Für den betroffenen Betrieb gibt es allerdings auch eine wichtige Entwicklung. Bereits wenige Tage nach der Kontrolle erfolgte eine Nachkontrolle durch die Lebensmittelüberwachung. Nach Angaben der Behörde hat der Betreiber die beanstandeten Mängel zu diesem Zeitpunkt beseitigt. Die Voraussetzungen für den weiteren Betrieb wurden damit wieder erfüllt. Solche Veröffentlichungen sorgen regelmäßig für Aufmerksamkeit, weil sie einen seltenen Einblick in die Arbeit der Lebensmittelkontrolleure geben. Gleichzeitig zeigen sie, wie engmaschig gastronomische Betriebe überwacht werden. Werden erhebliche Verstöße festgestellt, sind die Behörden verpflichtet, diese unter bestimmten Voraussetzungen öffentlich bekannt zu machen.

Für Gäste bedeutet die aktuelle Veröffentlichung vordergründig eines: Die dokumentierten Mängel stammen aus der Kontrolle Anfang Mai. Laut der amtlichen Nachkontrolle wurden die beanstandeten Probleme inzwischen behoben. Dennoch dürfte die Veröffentlichung für Diskussionen sorgen, denn gerade bei Themen wie Hygiene und Lebensmittelsicherheit reagieren viele Verbraucher besonders sensibel.

(Quellen: Verbraucherinfo Baden-Württemberg, Stadt Karlsruhe, Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg)