
Nach 10 Jahren in der Karlsruher Kulturszene steht ein engagierter Verein nun vor dem Aus. Der Grund: Die angemieteten Räumlichkeiten sind bald nicht mehr verfügbar. Eine Alternative ist bislang nicht in Sicht.
Vereine leben vor allem von den Menschen und dem Engagement, das diese betreiben. Doch auch ein Verein braucht ein Dach über dem Kopf, unter dem die Arbeit stattfinden kann.
Kündigung: Kultur-Verein ohne Bleibe
Seit der Gründung 2014 ist die Anstoß e.V. eine unabhängige Initiative, die die Kulturszene in Karlsruhe fördert. Um Projekte planen und umsetzten zu können, bezog der Verein kurz nach der Gründung den sogenannten ßpace. Dabei handelt es sich um Räumlichkeiten in der Fritz-Erler-Straße 7, in denen regelmäßig kostenlose Vorträge, Workshops, Ausstellungen oder Buchclubs stattfinden. In der Kommandozentrale in der Innenstadt-Ost fanden außerdem die monatlichen Vereinssitzungen statt. Auch Festivals wurden vom Projektraum aus geplant, sowie Beiträge zur Stadtentwicklung geleistet. Damit soll bald Schluss sein. Zum 15. September läuft der Mietvertrag der Kultur-Institution in Karlsruhe aus. Wie der Verein am 18. Mai selbst bekannt gegeben hat, wurde der Mietvertrag seitens der Karlsruher Fächer GmbH nicht verlängert.
Kultur-Verein sucht neues Zuhause
Mit dem Verlust des Projektraumes droht nun das Ende der Vereinsarbeit. Adrian Wagner, Vorsitzender des Vereins betont, dass dringend alternative Räumlichkeiten hermüssen, damit die vollumfängliche Arbeit fortgesetzt werden kann. Der ßpace in der Fritz-Erler-Straße 7 stand dem Kultur-Verein bislang kostenlos zur Verfügung, damit der Verein von dort aus über zehn Jahre hinweg wichtige Beiträge zur örtlichen Kultur und Sozialpolitik leisten konnte. Über weitere Förderung verfüge die Anstoß e.V. nicht. Deshalb waren die gratis Räumlichkeiten so essenziell.
Nur gelegentlich gebe es eine Einzelprojektförderung durch das Kulturamt der Stadt Karlsruhe. Mit diesen beschränkten Mitteln sei eine kommerzielle Anmietung etwaiger Räume finanziell nicht tragbar. Daher sucht der Verein jetzt dringend nach einer neuen Unterkunft, die – im besten Fall kostenlos, oder zumindest zu einem geringen Betrag anzumieten ist. Zudem wolle man in der Nachbarschaft bleiben, um das aufgebaute Netzwerk nicht zu verlieren. Auch die Politik ist dazu angehalten, nach einer gemeinsamen Lösung zu suchen.
(Quellen: Anstoß e.V., Vereinsangaben, Kulturszene Karlsruhe, dpa)














