Landtagswahl 2026: So haben Karlsruhe und die Region gewählt

Ein Bürger steckt den Wahlschein in die Wahlurne. Die Landtagswahl findet in Baden-Württemberg statt und fällt zwischen den verschiedenen Parteien.
Symbolbild © imago/Eibner

Bei der gestrigen Landtagswahl in Baden-Württemberg zeichneten sich erste Ergebnisse und Trends ab – auch in Karlsruhe und der Region. Landesweit liefern sich die Grünen und die CDU ein äußerst knappes Rennen um Platz eins.

Den aktuellen Prognosen zufolge erreichen die Grünen rund 31,5 Prozent, während die CDU etwa 30,5 Prozent der Stimmen erhält. Dahinter folgt die AfD mit etwa 18 Prozent, während die SPD deutlich schwächer abschneidet und nur rund 5,5 Prozent erreicht. FDP und Linke liegen jeweils bei etwa 4,5 Prozent und kämpfen damit um den Einzug in den Landtag.

Wahl in Baden-Württemberg und Karlsruhe

Die Wahl gilt als besonders bedeutend für Baden-Württemberg, da nach 15 Jahren erstmals ein neuer Ministerpräsident gewählt werden muss. Amtsinhaber Winfried Kretschmann von den Grünen trat nicht erneut an. Damit steht das Bundesland vor einem politischen Wechsel an der Spitze der Regierung. Auch einen Tag nach der Wahl haben sich diese Prognosen bestätigt – die CDU landet überraschend auf einem zweiten Platz, während die SPD mit Mühe die 5-Prozent-Hürde geschafft hat.

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Auch in Karlsruhe selbst wurde intensiv gewählt. Die Stadt ist in zwei Wahlkreise aufgeteilt: Karlsruhe I und Karlsruhe II. In beiden Wahlkreisen entscheiden die Erststimmen darüber, welche Kandidaten direkt in den Landtag einziehen. Gleichzeitig bestimmen die Zweitstimmen, wie stark die Parteien insgesamt im Parlament vertreten sein werden.

Bürger in Karlsruhe haben gewählt: Grüne liegen vorn

Neben Karlsruhe stehen auch die Ergebnisse in der gesamten Region im Fokus. Dazu gehören unter anderem die Wahlkreise Baden-Baden, Bruchsal, Ettlingen, Pforzheim und Rastatt. Diese Regionen gelten politisch als wichtig, weil sie häufig unterschiedliche politische Trends widerspiegeln – von städtischen Gebieten bis hin zu ländlicheren Regionen.

Außerdem durften erstmals auch Jugendliche ab 16 Jahren an der Landtagswahl teilnehmen. Während die Stimmen weiter ausgezählt werden, bleibt der Wahlabend spannend. Besonders die Frage, welche Koalition künftig Baden-Württemberg regieren wird, steht im Mittelpunkt. Möglich sind mehrere Bündnisse – abhängig davon, wie stark die Parteien letztlich abschneiden und welche Mehrheiten im neuen Landtag entstehen.

(Quellen: ZDFheute, Bundesregierung, Statistisches Wahlamt)