Menschenmassen: Immer mehr Saufgelage in Karlsruhe wegen Lockerungen

Ein voller Park mit Menschen während der Coronapandemie
Symbolbild © istockphoto/hanohiki

Karlsruhe-Insider: Kaum haben wir unsere langersehnte Freiheit wieder zurück, verlagert sich die Gewalt von drinnen nach draußen, Menschen trinken übermäßig Alkohol, solidarisieren sich, Gruppendynamiken entstehen und was bleibt sind verletzte Menschen.

Erst vergangenen Samstag haben sich im Schlosspark in Karlsruhe wieder Szenen zugetragen, die nicht tragbar sind. Sexuelle Belästigungen, gefährliche Körperverletzung, Beleidigungen und Flaschenwurf auf ein Polizeifahrzeug. Rettungskräfte mussten bei der Ausübung ihrer Tätigkeiten von Polizeibeamten geschützt werden.

Warum respektiert man nicht die Grenzen anderer Menschen? Gibt es für manche Jugendlichen überhaupt noch Grenzen? Muss man sich prügeln, um Konflikte zu lösen? Warum wirft man Flaschen in einem vollen Park? Warum besteht solch ein Hass gegen die Polizei? Wird darüber nachgedacht, dass der Polizeibeamte die Gesetze lediglich durchzusetzen hat und diese nicht selbst macht? Denkt niemand darüber nach, dass auch Polizeibeamte Menschen sind, eine Familie haben und nicht unverwundbar sind? Denkt niemand an die Opfer? Warum behindert man die Arbeit von Rettungskräften? Was wäre, wenn einer Deiner Liebsten dort liegen und medizinisch versorgt werden müsste?

Lesen Sie auch
Drama: Mann stürzt in Karlsruhe vom Hausdach in die Tiefe

Wäre nicht allen Beteiligten geholfen, wenn man sich für ein friedliches Miteinander an die Regeln hält und auch mal die Sichtweise des Anderen betrachtet, statt am Ende des Abends noch eine Anzeige wegen Körperverletzung, Gefährlicher Körperverletzung oder gar Landfriedensbruch zu bekommen?

Wir können hier nur einen Denkanstoß setzen, einen respektvolleren Umgang miteinander zu pflegen, auch wenn man nicht immer einer Meinung ist.

Wer Auseinandersetzungen sieht, sollte nicht wegschauen, sondern mithelfen, schlimmeres zu verhindern. Jeder von uns hat das Recht auf Hilfe, auch Du, falls Du selbst einmal Opfer sein solltest.

Zeige Zivilcourage:

   -	Ruf die 110
   -	Bitte andere um Mithilfe
   -	Präge dir Tätermerkmale ein
   -	Kümmere Dich um Opfer
   -	Sage als Zeuge aus