Messer-Alarm in Karlsruhe: Jugendlicher bedroht Mann im Park

Vor einem großen Schulgebäude stehen viele Schüler zusammen, die von Einsatzkräften betreut werden. Neben einem Rettungswagen sind auch zwei Einsatzfahrzeuge der Polizei vor dem Gebäude geparkt. Schulen in Karlsruhe rüsten auf.
Symbolbild © IMAGO / Tim Oelbermann

Am helllichten Tag sorgt ein Messer-Alarm für Aufsehen in Karlsruhe. Ein junger Mann wird im Park bedroht, der Täter fordert Geld. Doch dann wendet sich das Blatt.

Ein Teenager löst mit seiner Tat einen Messer-Alarm in Karlsruhe aus. Was als gewöhnlicher Spaziergang beginnt, wird schnell zum Albtraum. Doch dann greift ein mutiger Passant ein.

Dramatische Szenen am Mittwochnachmittag: Bewaffneter Teenager fordert Geld

Ein gewöhnlicher Mittwochnachmittag in der Jakob-Malsch-Anlage verwandelte sich am 11. Februar gegen 15:45 Uhr in einen Albtraum für einen 23-jährigen Mann. Was als Spaziergang durch den Park in Karlsruhe-Rintheim begann, eskalierte binnen Sekunden zu einer lebensbedrohlichen Situation. Denn aus heiterem Himmel konfrontierte ihn ein gerade mal 15 Jahre alter Jugendlicher. Die Forderung war eindeutig: Bargeld. Um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, zückte der Teenager ein Messer und richtete die Waffe direkt auf sein Opfer. Somit stand der junge Mann plötzlich Auge in Auge mit der blanken Gewalt.

Doch dann geschah etwas, das die Situation schlagartig wendete. Eine Fahrradfahrerin kam zufällig des Weges. Ihre bloße Anwesenheit reichte aus, um den jugendlichen Räuber in die Flucht zu schlagen. Denn er ließ von seinem Opfer ab und verschwand eilig in Richtung Seiterichstraße. Die alarmierte Polizei reagierte bereits mit massivem Aufgebot, sodass Streifenwagen die Oststadt durchkämmten, und über den Dächern von Karlsruhe ein Polizeihubschrauber kreiste. Die Beamten setzten alles daran, den flüchtigen Täter zu fassen, bevor er erneut zuschlagen konnte.

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Happy End: Zivilcourage und Polizeihubschrauber zahlen sich aus

Und die Fahndung zahlte sich aus. Ein aufmerksamer Zeuge erkannte die Situation und handelte beherzt. Somit hielt er bis zum Eintreffen der Polizei den 15-Jährigen fest. Die Beamten nahmen den Jugendlichen noch in Tatortnähe vorläufig fest. Der versuchte Raub war somit gescheitert.

Bei der anschließenden Durchsuchung des Umfelds stießen die Ermittler auf einen weggeworfenen Rucksack. Darin fanden sie das mutmaßliche Tatmesser – ein entscheidendes Beweisstück. Der 15-Jährige hatte versucht, die Waffe loszuwerden, doch seine Strategie ging nicht auf.

Die Kriminalpolizei Karlsruhe hat nun die Ermittlungen wegen versuchten Raubes übernommen. Für die Beamten steht fest: Ohne die mutige Fahrradfahrerin und den beherzten Zeugen hätte dieser Fall anders ausgehen können. Beide verhinderten möglicherweise Schlimmeres.

(Quellen: Polizeipräsidium Karlsruhe, Mitteilung der Polizei Baden-Württemberg)