
Am Karlsruher Bahnhof hat es einen dramatischen Vorfall gegeben. Jetzt, endlich Monate nach der Attacke, ist der Polizei die Festnahme gelungen – jedoch nicht in Deutschland.
Vielen steckt der Schrecken noch tief in den Gliedern. Die Polizei hat endlich den international gesuchten Mann festgenommen, der zuvor mit einem Messer am Karlsruher Bahnhof aufgetaucht war. Dabei wurde ein junger Mann verletzt.
Nach schwerem Messerangriff: Täter flüchtet aus Deutschland
Sicherlich erinnern sich viele noch an den Messerangriff am Karlsruher Bahnhof vom 4. April. Damals tauchte ein Mann mit einem Messer auf. Er hatte im Nachhinein einen anderen jungen Mann afghanischer Herkunft verletzt. Das Opfer war zum damaligen Zeitpunkt 23 Jahre alt.
Der Täter war zum Tatzeitpunkt 28 Jahre alt. Er besitzt die afghanische Staatsbürgerschaft. Nun gab es einen großen Ermittlungserfolg: Der dringend tatverdächtige Mann wurde nach Deutschland ausgeliefert. Die Festnahme gelang der britischen Polizei im Juli in London. Direkt nach der Messerattacke am Karlsruher Bahnhof war der Täter nämlich geflüchtet. Die Polizei musste eine internationale Fahndung einleiten.
Polizei nimmt Verdächtigen in London fest – zurück nach Deutschland
Es war jedoch nicht einfach, den Verdächtigen dingfest zu machen. Zuvor musste die Polizei europaweit zusammenarbeiten und nach dem Täter fahnden. So konnte das Landeskriminalamt Baden-Württemberg die Spuren des Mannes bis nach London verfolgen. Direkt nachdem die britische Polizei den Mann verhaftet hatte, begann das Verfahren zu seiner Auslieferung. Alles in allem ist das ein großer Verhandlungserfolg. Nun kann der Täter seiner gerechten Strafe zugeführt werden.
Am 5. Januar wurde der dringend tatverdächtige Mann von der Zielfahndung zurück nach Deutschland gebracht. Hier muss er sich nun, Monate nach der Messerattacke, vor dem Amtsgericht in Karlsruhe verantworten. Er befindet sich außerdem in Untersuchungshaft. Was mit dem afghanischen Mann nach seinem Urteilsspruch passiert, steht zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht fest. In jedem Fall bleibt für viele Bürger weiterhin ein ungutes Gefühl.
(Quellen: Polizeipräsidium Karlsruhe, Staatsanwaltschaft Karlsruhe, Angaben der britischen Polizei)














