Millionen für Karlsruhe – beliebtes Freibad wird jetzt umgebaut

Ein Freibad bei gutem Wetter. Viele Badegäste schwimmen im Becken. Auf einer Rutsche planschen Kinder. Bei Karlsruhe entsteht ein neues Erlebnisbad.
Symbolbild © imago/Future Image

Gute Nachrichten für Karlsruhe: Der Bund gibt 1,51 Millionen Euro für die Modernisierung des Rheinstrandbads Rappenwört. Noch vor wenigen Monaten stand sogar eine Schließung im Raum. Jetzt bekommt das traditionsreiche Bad eine neue Perspektive.

Der Haushaltsausschuss des Bundestages gab die Förderung am 23. September frei. Karlsruhe hatte das Rheinstrandbad zuvor für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ angemeldet. Insgesamt verteilt der Bund über dieses Programm 250 Millionen Euro auf 195 Projekte in Deutschland.

Karlsruhe bekommt 1,51 Millionen Euro für Rappenwört

Die Stadt will das Geld vor allem in die technische Modernisierung stecken. Das Projekt trägt den Namen „Klimaneutrales Rheinstrandbad Rappenwört“. Karlsruhe möchte unter anderem die Brauchwassererwärmung in den Umkleiden erneuern. Auch die Beheizung des Technikbereichs während der kalten Jahreszeit gehört zu den geplanten Arbeiten. Langfristig soll das Rheinstrandbad möglichst CO₂-neutral arbeiten. Damit will die Stadt nicht nur die Technik modernisieren, sondern auch den Energieverbrauch und die laufenden Kosten senken.

Die Finanzspritze kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt. Karlsruhe kämpft mit erheblichen Haushaltsproblemen. Ursprünglich plante die Stadt deshalb sogar, Rappenwört für zwei Jahre zu schließen. Dagegen regte sich Widerstand. Bürger gründeten einen Förderverein und kämpften für den Erhalt des traditionsreichen Freibads.

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Beliebtes Freibad kämpfte zuletzt um seine Zukunft

Der Gemeinderat entschied sich schließlich für einen eingeschränkten Weiterbetrieb. In der Saison 2026 öffnete nur ein Teil der Anlage. Besucher konnten unter anderem das Wellenbecken, den Sprungturm und das Erlebnisbecken mit Rutschen nutzen. Das Mehrzweckbecken und das Kinderplanschbecken blieben geschlossen. Dabei zählt Rappenwört zu den größten Freibädern Deutschlands. Die Anlage erstreckt sich über rund 16 Hektar und bietet etwa 3.500 Quadratmeter Wasserfläche. Seit fast 100 Jahren gehört das Bad zu Karlsruhe.

Mit der Bundesförderung erhält die Stadt nun zusätzlichen finanziellen Spielraum. Allerdings decken die 1,51 Millionen Euro nicht sämtliche Probleme des Bades ab. Karlsruhe muss weiterhin klären, wie ein langfristig tragfähiger Betrieb aussehen kann. Die Millionen aus Berlin sichern aber einen wichtigen Teil der geplanten Modernisierung.

(Quellen: Bundesregierung, Stadt Karlsruhe)