Mit Tanz: Schule bei Karlsruhe setzt Zeichen gegen Rassismus

Zahlreiche Schüler einer Grundschule sitzen im Vordergrund. Dahinter sind ein paar Erwachsene zu sehen. Die Schule ist Teil des Projekts "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage".
Symbolbild © imago/Becker&Bredel

Eine Schule nahe Karlsruhe setzt ein klares Zeichen gegen Rassismus, Intoleranz und Ausgrenzung. Mit einem Tanz zeigen die Schüler nun auf besondere Weise Haltung für Zusammenhalt, Respekt und Vielfalt.

Eine Grundschule bei Karlsruhe hat sich einem deutschlandweiten Netzwerk angeschlossen, das sich für ein offeneres und respektvolleres Miteinander einsetzt. Mehr als 5.000 Schulen gehören dem Netzwerk bereits an.

„Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist ein Projekt des Vereins Aktion Courage e.V., der 1992 gegründet wurde. Das Projekt selbst entstand drei Jahre später. Als erste Schule ist seinerzeit das Immanuel-Kant-Gymnasium in Dortmund dem Courage-Netzwerk beigetreten. Inzwischen sind es über 5.000 Schulen, die sich gegen Diskriminierung, Rassismus und Hass einsetzen. Ungeachtet der Herkunft, Sprache, Hautfarbe, Religion, Behinderung, Kleidung oder des familiären Hintergrunds geht es darum, niemanden auszugrenzen oder gar zu bedrohen. Schon die Jüngsten sollen lernen, dass alle Menschen – so unterschiedlich sie auch sein mögen – denselben Respekt und dieselbe Behandlung verdienen. Um den Schülern dies gut zu vermitteln, bietet das Netzwerk verschiedene Materialien an. Diese sollen die beteiligten Schulen auch bei Projekten oder Aktionen unterstützen.

Lesen Sie auch
Zwei Leistungsträger weg: Vor diesen Baustellen steht der KSC

Schule nutzt Tanz als Zeichen gegen Rassismus

Eines der neuesten Mitglieder des Netzwerks ist die Grundschule Leopoldshafen nahe Karlsruhe. Am 9. Mai präsentierten die Schüler beim großen Schulfest mit einem Tanz auf kreative Weise, was es heißt, eine „Schule mit Courage“ zu sein. Rektorin Sylvia Alonso, die Lehrerschaft und Eltern wollen nicht warten, bis Kinder älter sind. Es gehe darum, schon früh im Leben klare Kante zu zeigen und den Kindern beizubringen, dass „Vielfalt keine Bedrohung ist, sondern eine Stärke“.

Auch Bürgermeister Lukas Lang befürwortet das Projekt. Zudem hat jede Schule des Netzwerks einen oder mehrere Paten, die das soziale Engagement unterstützen und auch nach außen hin repräsentieren. Häufig sind dies bekannte Personen aus dem öffentlichen Leben, doch auch Privatpersonen haben bereits Patenschaften übernommen. Im Fall der Grundschule in Eggenstein-Leopoldshafen ist ein Paralympionike Pate.

(Quellen: Schule Leopoldshafen, Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen, Veranstalter, KA-Insider-Redakteure)